{books} Feuer und Stein – Diana Gabaldon

Hallo ihr alle :)

Ich habe heute eine weitere Rezension für euch – ich habe das Buch im Urlaub angefangen und gestern endlich beendet: Feuer und Stein von Diana Gabaldon.

rezioutlander

Eckdaten

Feuer und Stein
Diana Gabaldon
erschienen im Blanvalet Verlag800 Seiten

Handlung

Das Buch handelt von der Krankenschwester Claire, die kurz nach dem zweiten Weltkrieg den Hochzeitsurlaub mit ihrem Mann Frank nachholt. Dazu reisen sie zusammen nach Schottland und schauen sich die Landschaft, Ruinen und besondere Stätten an. Eines Tages geht Claire alleine zu einem Steinkreis und wird dort auf unerklärsame Weise in das Jahr 1743 transportiert. Dort gerät sie an einen englischen Soldaten, der ihrem Mann Frank zum Verwechseln ähnlich sieht – jedoch keinerlei Charakterzüge von ihm hat und sie im Gegenzug bedroht. Gerettet wird sie von einem Schotten, der sie mit zu seinen Clansleuten nimmt. Dort lernt sie auch Jamie kennen, einen jungen Schotten, der eine Vergangenheit mit dem englischen Soldaten hat. Claire muss versuchen, in der neuen alten Welt zu bestehen und gerät dabei nicht selten in schwierige Situationen.

Meine Meinung

Die Handlung des Buches ist sehr komplex, sodass ich jetzt nur einen groben Teil wiedergegeben habe. Durch die Serie „Outlander“ bin ich auf das Buch aufmerksam geworden – und weil ich die Serie verschlungen habe, war mir schnell klar, dass ich auch das dazugehörige Buch lesen musste. Dicke Bücher schrecken mich grundsätzlich nicht ab – so auch hier nicht. Ich habe allerdings relativ lange für die 800 Seiten benötigt. Trotzdem hatte das Buch selbst keine Längen. Die Handlung ist zügig vorangeschritten – durch die Serie wusste ich ja bereits, was wann passieren wird. Einige kleine aber feine Unterschiede gab es natürlich – insgesamt finde ich im Nachhinein, dass die Serie das Buch meiner Meinung nach gut wiedergegeben hat.

Claire ist eine Hauptperson, die man schnell und gut ins Herz schließen kann. Ihren Zwiespalt zwischen ihrer „Vergangenheit“ (was ja eigentlich ihre Zukunft ist) und der Notwendigkeit, sich in der jetzigen Zeit zurecht zu finden und nicht zu verraten, konnte ich persönlich gut nachempfinden. Ich denke, ich spoiler euch nicht groß, wenn ich sage (wenn ihr es nicht lesen wollt, dann hört jetzt auf ;)), dass sie und Jamie sich näher kommen, wenn auch zunächst nicht ganz gewollt. Auch Jamie ist eine Person, die man sofort in sein Herz schließt. Er ist kein typischer Held und ist so zum Beispiel jünger als Claire und gilt als geächtet. Mir hat insbesondere die Rollenverteilung in diesem Buch gefallen. Auch wenn das Buch 1743 spielt, ist es nicht so, dass Claire eine hilflose Frau ist, die sich ständig retten lassen muss. Sie und Jamie ergänzen sich gut, helfen und retten sich gegenseitig, sodass man das Gefühl hat, sie stünden beide auf einer Stufe. Claire ist keineswegs hilflos, sondern weiß sich in vielen Situationen gut zu helfen – und dabei teilweise auch ihre Kenntnisse über die Zukunft geschickt einzusetzen.

Die Handlung geht, wie eben beschrieben, zügig voran. Claire’s Drang, zurück zum Steinkreis zu gelangen, um in ihre eigene Zeit zurück zu finden, wird immer wieder unterbrochen – von Geschehnissen, die nicht gewollt wirken, sondern sich natürlich in die Handlung einfügen. Beim Lesen hatte ich zudem das Gefühl, dass das Buch gut recherchiert ist, insbesondere die medizinische Seite (Claire als ehemalige Krankenschwester macht sich schnell einen Ruf als Heilerin) ist anschaulich und verständlich erklärt worden.
Was mir ebenfalls gut gefallen hat, waren die unterschiedlichen Charaktere, die sich alle an unterschiedlichen Stellen auf Claires Leben auswirken. Ihr Leben wird also nicht nur von einer einzigen Person, Jamie, bestimmt, sondern die Autorin schafft zusätzliche Charaktere, die man schnell mag, hasst oder auch zwiespältig betrachtet. Dass die Autorin dabei in mir für viele verschiedene Charaktere viele verschiedene Gefühle ausgelöst hat, rechne ich ihr hoch an. Oft habe ich das Gefühl, dass es in Büchern einige Standart-Personen gibt, die man natürlich mag oder natürlich hasst – hier nicht.

Ich habe generell ein Herz für historische Fiktion – und dieses Buch hat damit genau meinen Geschmack getroffen. Es ist kein schnulziger Liebesroman, sondern beschäftigt sich glücklicherweise genug mit anderen Dingen. Claire’s Reise führt sie an viele verschiedene Orte, man leidet und freut sich mit den Charakteren. Insgesamt ein absolut unterhaltsames, abwechslungsreiches und spannendes Buch!

Das Buch macht übrigens unheimliche Lust auf Schottland. Die Landschaft, die Ruinen, das ganze Leben dort in dieser Zeit fesselt einen sofort. Ich persönlich habe große Lust einen meiner nächsten Urlaube in Schottland zu verbringen. Falls ihr dieses Buch ebenfalls lesen möchtet, kann ich euch außerdem ganz unbedingt raten, vorher den Soundtrack der Serie als Einstimmung auf das Buch zu hören. Herrlich!

Klare 5 Sterne von mir. Der zweite Band steht übrigens noch nicht in meinem Regal – der wird wohl aber ganz bald bei mir einziehen :)

Bewertung

5sterne5 / 5 Sternen

{books} Selection – Kiera Cass

Hallihallo ihr Lieben,

long Time no see – ihr kennt das ja von mir. Tja. Heute habe ich mal wieder Lust und setze mich daher gleich an einen neuen Post. Ich habe nämlich eine weitere Buchrezension für euch. Ich würde eigentlich gerne viel mehr Buchrezensionen schreiben – zur Zeit lese ich aber viele Reihen und ich finde es etwas blöd, ein Buch zu rezensieren, wenn ich die dazugehörigen Bücher noch gar nicht gelesen habe. Achja – bevor ich es vergesse: Im Hintergrund arbeite ich an einem neuen Blogdesign – mal sehen, wann ich es fertig bekomme. Das Grundgerüst steht auf jeden Fall schon mal. Ich hoffe, es wird euch gefallen :)

Heute ist als eine Reihe dran: Die Selection Trilogie von Kiera Cass. Vermutlich bin ich mit einer der letzten, die diese Bücher gelesen hat und ihr kennt sie vermutlich alle schon seit Wochen/Monaten/Jahren – aber gut. Ich habe sie endlich auch gelesen und möchte euch heute ein bisschen mehr darüber erzählen.

rezi-selection

Handlung

Wenn ich die Geschichte mit einem Satz zusammen fassen müsste, würde ich sagen: Bachelor meets Prinzessin meets Dystopie. Wir befinden uns in einem Amerika nach Krieg & Katastrophe. Das Land hat sich neu zusammen gefunden, ein Kastensystem entwickelt und heißt mittlerweile Illeá. Unsere Hauptperson, die wir die Zeit über begleiten heißt America und gehört einer der unteren Kasten an. America hat einen heimlichen Freund, Aspen, der eine Kaste unter ihr ist und den sie daher schlecht heiraten kann. Als ein großes Casting stattfindet, bei dem die zukünftige Frau von Kronprinz Maxon gefunden werden soll, macht America aus Verpflichtung gegenüber ihrer Familie mit – und wird tatsächlich in die engere Auswahl einbezogen. Sie zieht mit 35 anderen Mädchen in den Palast. Die Mädchen fangen an, von da an um um das Herz von Prinz Maxon zu kämpfen – oder wie in Americas Fall eben auch nicht.

Meine Meinung

Das Buch klingt jetzt vielleicht schlimmer, als es ist. Klar, das Casting zieht sich durch alle 3 Bände und aufmerksame Young Adult / Dystopien Leser werden da schon eine kleine Dreiecks-Romanze wittern – und ihr werdet recht behalten. Ich hätte gedacht, mich würde die Romanze mehr stören, als sie es tatsächlich tat. Sie dominiert das Buch und jemand, der so etwas gar nicht abkann, wird mit dieser Reihe keine Freude haben.

Leute, die wie ich ab und zu auch gerne mal den Bachelor schauen oder Prinzessinengeschichten schön finden, werden die Bücher mögen. Soviel zum groben Eindruck.

Kommen wir zu der Welt. Das Land hat sich wie gesagt nach einem Krieg neu gefunden und das Kastensystem entwickelt – es gibt klare Regeln, wie man in eine andere Kaste aufsteigen kann, aber auch, wie man absteigen kann. Wie in so vielen Dystopien ist die Aufteilung natürlich ungerecht und die unteren Kasten haben kaum Mittel und Möglichkeiten um gut zu überleben. Es gibt Unruhem im Land – Rebellen bedrohen den Frieden. Als der erste Rebellenangriff im Schloss erfolgte, dachte ich mir eher: „Aha? Das wars?“ – die Bedrohung in dem Buch ist ganz sicher nicht so düster, wie man es von anderen Dystopien kennt. Die schlimmen Situationen sind eigentlich nie auswegslos. Wer düstere Dystopien mag ist hier also eher fehl am Platz. Dafür gibt die Geschichte rund um das Casting und Maxon etwas Spannung dazu, sodass die Reihe nicht langweilig wird.

America ist eine Person, die man gut sympathisch finden kann. Sie ist weiß Gott keine Katniss, auch wenn es manchmal von der Autorin etwas gewollt wirkt, aber zum Glück bei langem auch keine Bella. Sie hat ihre Vorstellungen, die sie während dem Casting immer wieder – wenn auch eher unüberlegt – durchsetzt.  Maxon hat auf mich anfangs den Eindruck des „perfekten Gentlemens“ gemacht und ich war froh, als ich festgestellt habe, dass dem nicht so ist. Aspen finde ich persönlich etwas schwer einzuschätzen, weil ich das Gefühl hatte, man erfährt über ihn nicht so viel, wie man sollte.
Alle anderen Charaktere sind teilweise sehr oberflächlich dargestellt. Die anderen Casting-Teilnehmerinnen bedienen das eine oder andere Klischee – genauso, wie Americas und Maxons Familie.

Der Schreibstil ist flüssig – die Bücher kann man gut hintereinander weglesen.  Die Reihe war für mich persönlich zwar kein Page-Turner, aber sie war durchweg spannend ohne große Längen, sodass man immer gerne zum Lesen zurück kam. Das Buch ist nicht sonderlich anspruchsvoll und kein tiefgründiger Roman – ich denke, dass sollten die meisten aber schon allein aufgrund der Cover erkennen.

Insgesamt fand ich den zweiten Teil am schwächsten. Hier hat mir ein bisschen die Entwicklung gefehlt. Ich hatte fast das Gefühl, als wären wir mehr oder weniger auf dem Stand des Endes vom ersten Buch. Man hätte es also gut runterkürzen können – gleichzeitig blieb so natürlich mehr Geschichten, mehr Intrigen, etc. Das Ende fand ich von der Länge her angemessen. Nach diesen drei Büchern endet zwar die Hauptgeschichte von America – danach geht es aber weiter mit einem vierten Band, der dann von ihrer Tochter handeln wird, sodass man dort noch ein bisschen mehr von America erfahren wird.

Ich hatte jedenfalls sehr viel Spaß beim Lesen und wer nach einer schönen locker leichten Dystopie sucht, die nicht allzu düster und gefährlich ist und dazu noch Prinzessinen mag, liegt mit dieser Reihe genau richtig.

Bewertung

45sterne

4 1/2 von 5 Sternen

{Lifestyle} Meet my new Instagram Account

Hallo ihr Lieben

ich habe heute einen kleinen Informations-Post für euch. Diejenigen, die mich auf Facebook abonniert haben, wissen es vermutlich bereits, genauso wie diejenigen, die mir auf meinem normalen Instagram-Account folgen:

ich habe mich vor einiger Zeit dazu entschlossen, einen zweiten Instagram-Account zu eröffnen. Mein Haupt-Account ist mit der Zeit mehr oder weniger zu einem Planner-Account geworden. Das liegt daran, dass ich einige private Dinge gar nicht so unbedingt auf Instagram teilen möchte und die Plannerei nun mal zu meinem großen Hobby geworden ist. Auf meinem normalen Account habe ich auch sehr viele Planner-Ladies abonniert. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich auch meine Bücher gerne mehr integerieren würde. Und nicht jeder mag Planner-Fotos. Ich liebe Bücher-Instagram-Accounts und habe nun kurzerhand selber einen eröffnet.

Er ist noch sehr frisch und noch sind gar nicht so viele Beiträge vorhanden, ich freu mich aber trotzdem, wenn ihr mal vorbeischaut :) Finden könnt ihr mich unter

anneheartsbooks

books1 books2 books3

{books} Die Enklave – Ann Aguirre

Hallo ihr Lieben

Ich habe nach langer Zeit endlich mal wieder einen Blogpost vorbereitet. Momentan ist meine Zeit wieder sehr knapp bemessen, sodass ich nicht so häufig zum Bloggen komme – ihr kennt das ja von mir.

Mittlerweile habe ich bereits Buch Nr. 17 von meinen vorgenommenen 30 Büchern für 2015 fertig gelesen. Sieht doch ganz gut aus, die Bücher-Challenge oder? Habt ihr euch auch eine bestimmte Bücheranzahl für 2015 vorgenommen? (Hatte ich zuerst eigentlich gar nicht, aber auf meinen goodreads Account wurde mir das dann irgendwann mal vorgeschlagen, also habe ich mir 30 Bücher vorgenommen. Die App erinnert mich dann immer ganz freundlich daran, wie viel ich noch zu lesen habe und wie weit ich zurück hänge ;) )

Ich möchte euch heute jedenfalls das Buch vorstellen, welches ich zuletzt gelesen habe. Ich habe in letzter Zeit relativ viele Bücher gelesen – da sind ziemlich viele Reihen dabei, die ich eigentlich gerne erst dann rezensieren möchte, wenn ich die komplette Reihe/Trilogie durchgelesen habe. Dieser Roman, den ich euch heute vorstelle ist zwar ebenfalls nur der erste Teil von insgesamt 3 Büchern, trotzdem ist meine Wahl jetzt einfach auf dieses Buch gefallen:

Die Enklave von Ann Aguirre

rezi-enklaveHandlung

Die Enklave handelt von der Jägerin Zwei, die in den Ubahn-Tunnel einer Großstadt aufwächst. Die Oberfläche ist unbewohnbar, weswegen sich ein Leben unter der Erdoberfläche entwickelt hat. In der Enklave, in der Zwei lebt, werden die Menschen nicht älter als 25 Jahre alt und kämpfen dort mit Krankheiten, Hunger und mutierten Menschen ums Überleben. Eines Tages wird Zwei aus der Enklave verbannt und es bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich an die Erdoberfläche zu wagen. Ihr Jagd-Partner Bleich entschließt sich, sie zu begleiten.

Meine Meinung

Das Buch fiel mir in die Hände und ich horchte auf, weil mich die Grundgeschichte an Metro2033 von Dmitry Glukhovsky erinnerte. Ein Überleben in den Ubahn-Tunneln, nachdem die Erdoberfläche unbewohnbar wurde? Mutierte Kreaturen, die das Überleben schwer machen? Als ich das Buch anfing wurde mir schnell klar, dass es sich hierbei nicht um einen Metro-Ableger handelte. Die Enklave ist deutlich weniger ausgebaut und durchdacht. Einige Fragen – insbesondere rund um das World-Building – sind mir persönlich offen geblieben. Auf knapp 350 Seiten darf man allerdings nicht so viel ausgebaute Hintergrundinformation erwarten, wie auf einem 800 Seiten Buch. Das Buch geht flott voran, auf unnötige Längen wird komplett verzichtet, in eigentlich jedem Kapitel geschieht etwas, was für die Haupthandlung des Buches wichtig ist.

Wie gesagt – auf gut 350 Seiten und einer relativ weitläufigen Entwicklung kann man nicht viel „Schnick-Schnack“ und Drumherum erwarten, genau das hat mir z.B. bei Metro2033 aber sehr gefallen, sodass ich es hier ein wenig vermisst habe.

Schnell wird im Buch klar, dass die Protagonisten die Tunnel verlassen müssen, sodass ein großer Teil des Buches auf der Erdoberfläche spielt. Auch hier taten sich einige logische Brüche auf – wieso kennen die Stadt-Gangs die mutierten Kreaturen, die aus den Ubahn-Tunneln kommen nicht, einige Kilometer vor der Stadt, wo es keine Ubahn-Tunnel und Eingänge gibt, kennt man sich aber sehr gut mit ihnen aus? Ich persönlich hätte mir noch Erklärungen gewünscht, wieso die Erdoberfläche (zumindest wohl eine zeitlang) unbewohnbar war. Was trieb die Menschen in die Tunnel? Wie lange ist das her? Vielleicht folgt das aber noch.

Als ich anfing zu lesen und auch währenddessen ging ich davon aus, dass „Die Enklave“ ein Stand-Alone Roman ist und dass nach diesem Teil Schluss war. Dementsprechend kurz und überhastet kam mir das Ende vor. Auf gut 10 Seiten wird beschrieben, wie die Protagonisten nun zurrecht kommen (müssen). Mittlerweile weiß ich, dass es zwei weitere Teile gibt, wobei bisher nur der zweite ins Deutsche übersetzt wurde. (Korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liege).  Diese beiden Teile werde ich sicherlich ebenfalls lesen. Der erste Teil hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht und natürlich möchte ich nun schon wissen, wie es weiter geht.

Der Schreibstil war im Übrigen sehr flüssig – nichts, was man irgendwie hervorheben könnte, aber zumindest so, dass man das Buch gut in einem Rutsch durchlesen kann. Die Namen haben mich ein klein wenig gestört, wie gesagt: die Hauptperson heißt Zwei, ihr Partner Bleich. In der Originalversion heißen die beiden Deuce & Fade, was ich weitaus passender finde. Ich bin der Meinung, es hätte nicht geschadet, die englischen Namen hier eins zu eins zu übernehmen. Zwar sind viele Namen an Gegenstände angelehnt und eher praktischer Natur, aber „Zwei“ und „Bleich“ liest sich einfach mal nicht so schön wie „Deuce“ und „Fade“.

Was mich auch etwas gestört hat, war die fehlende Gefahr. Im Laufe der Geschichte tauchen immer wieder Störenfriede, Kreaturen oder sonstige Situationen auf, die brenzlig werden könnten. Letztendlich sind Zwei und Bleich so gut im Kämpfen, dass sie sich zwar Sorgen machen, man als Leser aber überhaupt nicht das Gefühl bekommt, als sei hier eine ernsthafte Gefahr anzunehmen. Eine einzige Szene – in den Ubahn-Tunneln auf einem Erkundungsgang zu der nächstentfernten Enklave – hat in mir kurz den „Ohh, jetzt wird’s brenzlig“ Effekt hervorgerufen. So düster, wie es z.B. auf den originalen Covern aussieht, ist das Buch aus meiner Sicht aber keineswegs.

Das relativ abrupte Ende habe ich bereits erwähnt. Was mir wiederum gut gefallen hat, war die Romantik, die zwar (noch) nicht die „epische Liebe“ darstellt, als die sie angeprisen wird, trotzdem aber immer wieder aufkeimt. Nichtsdestotrotz bleibt sie im Hintergrund und beeinflusst auch das Verhalten der Personen nicht allzusehr.

Und auch wenn ich jetzt relativ viele kritische Punkte aufgezählt habe, hat mir das Buch insgesamt wirklich gut gefallen. Kein Page-Turner, musste es aber mit der Länge auch nicht sein. Die Idee ist nicht neu, trotzdem schön umgesetzt. Die Autorin schafft es, dass man wissen möchte, wie es weiter geht – nicht zuletzt dadurch, dass einige Fragen noch offen sind.

Bewertung

35sterne

3 1/2 von 5 Sternen

{creative} DIY Schneiderpuppen Lampe

Tja. Monatelang kein einziges DIY hier auf diesem Blog und nun folgt schon das zweite innerhalb kurzer Zeit :) Ich möchte euch heute ein sehr sehr simples DIY zeigen, was aber eine enorm schöne Wirkung hat.

Bei der lieben Youtuberin Sara Bow habe ich schon seit längerer Zeit die wunderhübsche Schneiderpuppen-Lampe im Hintergrund bewundert. Und mein Freund hat das natürlich mitbekommen und mir zu meinem Geburtstag diese wunderschöne Schneiderpuppe geschenkt. Und weil ich sie so so so schön finde und sie einen Raum einfach toll aufwertet, möchte ich euch heute zeigen, wie man sie ganz easy-peasy selbst zu Hause nachbasteln kann.

diyschneiderpuppelampe1
So sieht das schöne Stück aus. Ihr benötigt dazu Folgendes:
eine Schneiderpuppe – idealerweise aus Metall. Ob ihr dafür eine goldene, silberne, kupferfarbene oder weiße Puppe verwendet, ist total egal. Ich finde, alle Varianten sehen toll aus :)

eine Lichterkette – möglichst mit hellem, durchsichtigen oder weißen Band, damit sie unter dem Tüllrock nicht so auffällt.

einen Tüllrock – auch hier sind natürlich wieder alle Farben möglich. Ich persönlich finde weiß am schönsten.

diyschneiderpuppelampe

diyschneiderpuppelampe2

Nun stellt ihr zunächst eure Schneiderpuppe an eurem Wunschort auf. Bei uns ist es das Schlafzimmer, direkt neben der weißen Kommode geworden.

Als nächstes hängt ihr die Lichterkette in die Schneierpuppe rein. Meine Puppe hat einige Häckchen, an denen sich die Lichterkette gut befestigen lässt. Notfalls nehmt ihr einfach Klebeband. Achtet darauf, dass die Lichterkette eher in der unteren Hälfte der Puppe hängt, damit die Lichter schön hinter dem Tüll hervorleuchten.

diyschneiderpuppelampe3

(Kabel verstecken ist irgendwie nicht so meins :D Ist mir natürlich erst aufgefallen, nachdem die Fotos schon fertig waren. Daher ignoriert die bitte einfach) Als allerletztes müsst ihr einfach nur noch euren Tüllrock überziehen. Und schon seid ihr fertig. Wie ihr seht, ist also überhaupt kein großer Aufwand notwendig und man ist in weniger als fünf Minuten fertig.

diyschneiderpuppelampe4

Wenn ihr diese Lampe anhabt, dann achtet auf jeden Fall darauf, dass ihr immer daneben bleibt und die Lampe bei Verlassen des Raumes ausschaltet. Bei mir ist bisher nichts passiert und meine Lämpchen werden auch nicht super warm, aber sicher ist sicher :)

diyschneiderpuppelampe5

Tja. Und das war es auch schon mit dem easy peasy DIY. Ich hoffe, es hat euch gefallen und ihr könnt daraus ein wenig Inspiration für eure eigene Wohnung mitnehmen. Die Lampe ist zu meinem Lieblingsstück in unserer Wohnung geworden und ich bin ganz verliebt in sie :)