{books} Selection – Kiera Cass

Hallihallo ihr Lieben,

long Time no see – ihr kennt das ja von mir. Tja. Heute habe ich mal wieder Lust und setze mich daher gleich an einen neuen Post. Ich habe nämlich eine weitere Buchrezension für euch. Ich würde eigentlich gerne viel mehr Buchrezensionen schreiben – zur Zeit lese ich aber viele Reihen und ich finde es etwas blöd, ein Buch zu rezensieren, wenn ich die dazugehörigen Bücher noch gar nicht gelesen habe. Achja – bevor ich es vergesse: Im Hintergrund arbeite ich an einem neuen Blogdesign – mal sehen, wann ich es fertig bekomme. Das Grundgerüst steht auf jeden Fall schon mal. Ich hoffe, es wird euch gefallen :)

Heute ist als eine Reihe dran: Die Selection Trilogie von Kiera Cass. Vermutlich bin ich mit einer der letzten, die diese Bücher gelesen hat und ihr kennt sie vermutlich alle schon seit Wochen/Monaten/Jahren – aber gut. Ich habe sie endlich auch gelesen und möchte euch heute ein bisschen mehr darüber erzählen.

rezi-selection

Handlung

Wenn ich die Geschichte mit einem Satz zusammen fassen müsste, würde ich sagen: Bachelor meets Prinzessin meets Dystopie. Wir befinden uns in einem Amerika nach Krieg & Katastrophe. Das Land hat sich neu zusammen gefunden, ein Kastensystem entwickelt und heißt mittlerweile Illeá. Unsere Hauptperson, die wir die Zeit über begleiten heißt America und gehört einer der unteren Kasten an. America hat einen heimlichen Freund, Aspen, der eine Kaste unter ihr ist und den sie daher schlecht heiraten kann. Als ein großes Casting stattfindet, bei dem die zukünftige Frau von Kronprinz Maxon gefunden werden soll, macht America aus Verpflichtung gegenüber ihrer Familie mit – und wird tatsächlich in die engere Auswahl einbezogen. Sie zieht mit 35 anderen Mädchen in den Palast. Die Mädchen fangen an, von da an um um das Herz von Prinz Maxon zu kämpfen – oder wie in Americas Fall eben auch nicht.

Meine Meinung

Das Buch klingt jetzt vielleicht schlimmer, als es ist. Klar, das Casting zieht sich durch alle 3 Bände und aufmerksame Young Adult / Dystopien Leser werden da schon eine kleine Dreiecks-Romanze wittern – und ihr werdet recht behalten. Ich hätte gedacht, mich würde die Romanze mehr stören, als sie es tatsächlich tat. Sie dominiert das Buch und jemand, der so etwas gar nicht abkann, wird mit dieser Reihe keine Freude haben.

Leute, die wie ich ab und zu auch gerne mal den Bachelor schauen oder Prinzessinengeschichten schön finden, werden die Bücher mögen. Soviel zum groben Eindruck.

Kommen wir zu der Welt. Das Land hat sich wie gesagt nach einem Krieg neu gefunden und das Kastensystem entwickelt – es gibt klare Regeln, wie man in eine andere Kaste aufsteigen kann, aber auch, wie man absteigen kann. Wie in so vielen Dystopien ist die Aufteilung natürlich ungerecht und die unteren Kasten haben kaum Mittel und Möglichkeiten um gut zu überleben. Es gibt Unruhem im Land – Rebellen bedrohen den Frieden. Als der erste Rebellenangriff im Schloss erfolgte, dachte ich mir eher: „Aha? Das wars?“ – die Bedrohung in dem Buch ist ganz sicher nicht so düster, wie man es von anderen Dystopien kennt. Die schlimmen Situationen sind eigentlich nie auswegslos. Wer düstere Dystopien mag ist hier also eher fehl am Platz. Dafür gibt die Geschichte rund um das Casting und Maxon etwas Spannung dazu, sodass die Reihe nicht langweilig wird.

America ist eine Person, die man gut sympathisch finden kann. Sie ist weiß Gott keine Katniss, auch wenn es manchmal von der Autorin etwas gewollt wirkt, aber zum Glück bei langem auch keine Bella. Sie hat ihre Vorstellungen, die sie während dem Casting immer wieder – wenn auch eher unüberlegt – durchsetzt.  Maxon hat auf mich anfangs den Eindruck des „perfekten Gentlemens“ gemacht und ich war froh, als ich festgestellt habe, dass dem nicht so ist. Aspen finde ich persönlich etwas schwer einzuschätzen, weil ich das Gefühl hatte, man erfährt über ihn nicht so viel, wie man sollte.
Alle anderen Charaktere sind teilweise sehr oberflächlich dargestellt. Die anderen Casting-Teilnehmerinnen bedienen das eine oder andere Klischee – genauso, wie Americas und Maxons Familie.

Der Schreibstil ist flüssig – die Bücher kann man gut hintereinander weglesen.  Die Reihe war für mich persönlich zwar kein Page-Turner, aber sie war durchweg spannend ohne große Längen, sodass man immer gerne zum Lesen zurück kam. Das Buch ist nicht sonderlich anspruchsvoll und kein tiefgründiger Roman – ich denke, dass sollten die meisten aber schon allein aufgrund der Cover erkennen.

Insgesamt fand ich den zweiten Teil am schwächsten. Hier hat mir ein bisschen die Entwicklung gefehlt. Ich hatte fast das Gefühl, als wären wir mehr oder weniger auf dem Stand des Endes vom ersten Buch. Man hätte es also gut runterkürzen können – gleichzeitig blieb so natürlich mehr Geschichten, mehr Intrigen, etc. Das Ende fand ich von der Länge her angemessen. Nach diesen drei Büchern endet zwar die Hauptgeschichte von America – danach geht es aber weiter mit einem vierten Band, der dann von ihrer Tochter handeln wird, sodass man dort noch ein bisschen mehr von America erfahren wird.

Ich hatte jedenfalls sehr viel Spaß beim Lesen und wer nach einer schönen locker leichten Dystopie sucht, die nicht allzu düster und gefährlich ist und dazu noch Prinzessinen mag, liegt mit dieser Reihe genau richtig.

Bewertung

45sterne

4 1/2 von 5 Sternen