Rezension: These Broken Stars (Lilac & Tarver) von Amie Kaufman und Meagan Spooner

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Informationen rund ums Buch

These Broken Stars (Lilac & Tarver) von Amie Kaufman und Meagan Spooner
erschienen im Carlsen Verlag
Hardcover, 496 Seiten
Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar!
weitere Informationen zum Buch erhaltet ihr hier

Inhalt

In These Broken Stars begleiten wir abwechselnd Lilac  und Tarver. Lilac ist Tochter des reichsten Mannes des Universums, was sie zum reichsten Mädchen macht. Sie hat alles, was sie sich wünschen kann und befindet sich am Anfang der Geschichte auf dem Weltraumschiff Icarus, welches durch das All reist. Auf dem gleichen Schiff ist auch Tarver, ein Major, der zuvor eine Auszeichnung erhalten hat. Die beiden treffen sich durch Zufall und auch wenn es erst so aussieht, als würden sie sich gut verstehen, stellt sich heraus, dass sie keinen besonders guten Draht zueinander zu haben scheinen. Als das Weltraumschiff einen Unfall erleidet und abstürzt, finden sich die beiden zu zweit in einer Rettungskapsel wieder, die sie auf einen merkwürdigen Planeten bringt. Schnell merken sie, dass sie hier keine Hilfe von Rettungsmannschaften erwarten können und müssen nun versuchen, auf diesem Planeten am Leben zu bleiben.

Meine Meinung

Ich habe dieses Buch schon früher bei vielen englischsprachigen Booktubern gesehen und immer wieder nach einer deutschen Übersetzung gesucht. Als diese nun im Carlsen Verlag erschienen ist, habe ich die Gelegenheit ergriffen und mich für ein Rezensionsexemplar beworben. Die Geschichte hörte sich nach einem Buch an, was mir gut gefallen könnte. Genauso war es auch, sodass ich mich umso mehr freue, dass ich dieses Buch rezensieren durfte.

Bevor wir zum Inhalt kommen: Schaut euch bitte dieses wundervolle Cover an. Es ist mystisch, in gedeckten Farben gehalten und es glänzt. Allein deswegen hat das Buch schon bei mir gewonnen, es sieht nämlich wunderschön im Bücherregal aus. Der Schutzumschlag fühlt sich übrigens ganz ganz weich samtig an – herrlich! Und auch ohne Schutzumschlag ist das Buch ein Hingucker.

Kommen wir zum Inhalt:

Man wird ohne große Erklärung in die Welt gelassen und weiß erst gar nicht so recht, was überhaupt los ist. Man kommt schließlich schnell dahinter, dass die Menschheit die Erde verlassen hat, bzw das Weltall erkundet und besiedel hat. Es gibt verschiedene Planeten, die jeweils von Unternehmen einem sog. Terraforming unterzogen werden, damit diese bewohnbar sind. Eine Möglichkeit des Reisens zwischen diesen Planeten ist der Hyperspace. Das Reisen im Hyperspace ermöglicht es, deutlich schneller zwischen den Planeten zu reisen – er ist allerdings, wie wir schnell feststellen können, auch mit Gefahren verbunden.

So viel zum Setting. Wir werden also in diese Welt geworfen und erfahren abwechselnd aus Lilacs und aus Tarvers Sicht den Verlauf der Geschichte. Wie bereits in der Inhaltsangabe beschrieben, erleidet das Weltraumschiff, auf dem sich unsere beiden Hauptpersonen befinden einen Unfall und stürzt ab. Lilca und Tarver – zu zweit in einer Rettungskapsel – stürzen auf einen fremden Planeten, der einem Terraforming unterzogen wurde, aber dennoch unbewohnt zu sein scheint, was beide wundert. Von ihrer Absturzstelle aus versuchen sie nun, an einen besseren Ort zu gelangen, um dort ggf. von Rettungstruppen aufgesammelt zu werden.

Auf dieser Reise geschehen merkwürdige Dinge, die sie zuerst an ihrem Verstand zweifeln und dann über den Grund nachdenken lassen, warum dieser „terraformierte“ Planet verlassen ist.

Vor jedem Kapitel findet sich ein kleiner Abschnitt aus einem Verhörprotokoll, welches ein Gespräch von Tarver mit dem Militär aufzeigt. Schnell merken wir, dass Tarver nicht die ganze Wahrheit erzählt und von den tatsächlichen Geschehnissen abweicht. Das fand ich besonders interessant, da der Verlauf des Verhörs sich an dem Verlauf der Geschichte orientiert und wir immer gleich merken, was genau Tarver da erzählt und wie er abweicht. Außerdem fragt man sich unweigerlich, wieso er denn nun von den tatsächliehn Begebenheiten abweicht.

Übrigens, das Buch wurde – wie man erkennen kann – von zwei Autorinnen geschrieben. Ich habe mich zwischendurch gefragt, ob vielleicht die eine Autorin die Sicht von Lilac geschrieben hat und die andere die Sicht von Tarver. Der Schreibstil war aber insgesamt so flüssig und einheitlich, dass ich das zwar sehr interessant finden würde, allerdings nicht wirklich daran glaube.

Bis auf die Tatsache, dass sich zwei Menschen im All befinden und hier überleben müssen, wusste ich trotzdem relativ wenig über dieses Buch. Ich hatte insbesondere keine Ahnung, in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird. Die Entwicklung, über die ich hier nichts weiter schreiben möchte, hat mich ziemlich überrascht, was ich grundsätzlich sehr gut finde, da das Buch so nicht vorhersehbar geschrieben wurde. Ich finde sie auch sehr sehr interessant und eigentlich hätte ich gerne noch mehr darüber erfahren, wobei ich nicht genau weiß, was da vielleicht in den Folgebänden noch kommen wird. Andererseits erfährt man genau das, was Lilac und Tarver erfahren und viel mehr Erklärungen wird es einfach nicht geben, was auch ein wenig in der Natur der Sache liegt. Das gesamte Buch beschäftigt sich übrigens nur mit den beiden Hauptpersonen. Andere Personen und Charaktere treten so gut wie gar nicht auf, wenn dann nur in den Erzählungen und Erinnerungen der beiden. Trotzdem war das Buch nicht eine Sekunde langweilig, sondern blieb auf jeder Seite spannend, was ich den Autorinnen hoch anrechne.

Lilac und Tarver waren mir beide gleich sehr sympathisch. Insbesondere hat mir Lilac sehr gut gefallen, da sie nicht nur ein verwöhntes reiches Mädchen ist, sondern bereits zu Beginn dafür sorgt, dass beide überhaupt auf dem Planeten landen und damit überleben können. Wie ihr euch sicherlich denken könnt, kommen sich beide im Laufe des Buchs näher, was gegen Ende zwar einen großen Teil der Geschichte ausgemacht hat, anfangs aber relativ dezent im Hintergrund gehalten wurde.

Ich muss dazu sagen, dass es teilweise etwas verwirrend war. Es passieren Dinge und man weiß nicht so recht, was man davon halten soll. Genauso geht es allerdings auch den beiden Hauptpersonen, was deutlich zur Authentizität des Buches beigetragen hat.

Das Buch hatte keine längen und die Geschichte ist zügig vorangeschritten. Während ich die ersten zwei Tage jeweils ca 80-100 Seiten gelesen habe und damit gut zurrecht kam, nahm das Buch gegen Ende so an Fahrt auf, dass ich es an einem Abend komplett zu Ende lesen musste. Es hat mich sehr gefesselt, was ich schon länger bei keinem Buch erlebt habe. Für mich hat es sich das Buch zu einem kleinen Pageturner entwickelt und ich freue mich riesig, dass es mir so gut gefallen hat, wie ich es mir erhofft habe.

Der zweite Band soll leider erst am 25. November 2016 erscheinen. Hier soll es dann aber um andere Personen gehen, was auch dadurch deutlich wird, dass die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Man bleibt also auf keinem fiesen Cliffhanger hängen; dass ich trotzdem unbedingt weiter lesen möchte, spricht aber absolut für dieses Buch, oder nicht?

Mein Fazit: Wer dieses Buch nicht gelesen hat, verpasst eine wirklich spannende und abwechslungsreiche Neuerscheinung in diesem Jahr. Sofern ihr Fans von Dystopien mit einem Hauch Sci-Fi oder generell von Jugendbüchern seid, kann ich euch dieses Buch wärmstens empfehlen.

Bewertung

5sterne

5 / 5 Sterne

2 Gedanken zu „Rezension: These Broken Stars (Lilac & Tarver) von Amie Kaufman und Meagan Spooner“
  1. Ich lese es momentan auch und kann garnicht aufhören, wirklich toll geschrieben <3

    LG Nina <3
    http://www.madamecherie.de

  2. Na du (: Ich schreibe dann auch mal wieder einen Kommentar. Auf deinem Blog ist ja wirklich lange nichts passiert. Bei mir ist auch schon lange die Luft raus und ich denke mal, dass ich auch nicht mehr so schnell weiter führen werde, da ich ja auf Instagram auch nicht aktiv bin.

    Aber zu diesem Buch dachte ich mir, ich melde mich mal wieder (: Deine Rezension klingt unheimlich vielversprechend, sodass ich kurzerhand das Buch auf meinem Handy vermerkt habe :D Leider wird es wohl, wie soll es auch anders sein, eine Trilogie werden. Ich bin ja kein Fan davon, immer solange auf die Teile zu warten. Weswegen ich lieber solange warte bis alle Teile raus sind und lese die Serie dann am Stück.

    Ich habe diese Woche nach 10 Wochen House of Night beendet – Wahnsinn! Jetzt lese ich erst mal ein „Fach“buch zu Ende, das ich parallel angefangen hatte, bevor ich mich wieder in Romane stürze. Die Liste ist ja wie immer endlos lang!

    Liebe Grüße!