Rezension: Das Licht von Aurora – Anna Jarzab

daslichtvonaurora

Informationen rund ums Buch
Das Licht von Aurora – Anna Jarzab
erschienen im Loewe Verlag
Hardcover, 448 Seiten

Inhalt

Sasha lebt zusammen mit ihrem Großvater in den USA und führt ein relativ normales Leben. Eines Tages wird sie aufgrund ihres Aussehens in ein Paralleluniversum entführt. Sasha ist nämlich der sog. Analog der dortigen Prinzession Juliana, die seit kurzer Zeit verschwunden ist, das heißt, sie sieht Juliana zum Verwechseln ähnlich. Sasha soll ein paar Tage lang den Platz von Juliana einnehmen und alle davon überzeugen, dass sie die Prinzessin sei, damit niemand mitbekommt, dass Juliana verschwunden ist. Erst dann soll Sasha wieder nach Hause dürfen.

Während ihrer Zeit in dem Schloss versucht sie gleichzeitig, herauszufinden, was hinter dem Verschwinden von Juliana steckt, denn es scheint, als sei nur Sasha in der Lage, sie zu finden.

Meine Meinung

Ich habe vorher schon einige Rezensionen gelesen bzw gehört und wusste daher, dass mich hier keine „Selection 2.0“ Geschichte erwartet, auch wenn die Schlagworte „Prinzession“ und „Königreich“ erst einmal danach klingen. Sasha wird in diese ihr gänzlich unbekannte Welt geworfen und trifft dort auf verschiedene Personen und Gruppierungen, die allesamt für die Handlung wichtig werden. Sasha begegnet dabei zwar nicht allzu vielen Personen, wie man ggf. denken könnte – dafür sind die Personen, die sie trifft wunderbar herausgearbeitet und tiefgründig. Die Stiefmutter, von der wir schnell lernen, dass sie sich mit Juliana nicht richtig versteht, ist zwar unangenehm. Ihre Beweggründe kann man aber durchaus nachvollziehen. Und so sind eigentlich alle Charaktere nicht nur „schwarz“ oder „weiß“, sondern vielseitig aufgebaut.

Die Welt begreift man recht schnell, insbesondere, da sie Sasha’s Welt, die im Prinzip auch unsere Welt ist, sehr ähnelt und nur an einigen Stellen abweicht. Auch das Grundkonzept und die Erklärung, warum die beiden Universen abweichen ist – aus meiner Sicht – logisch und durchdacht. Die Systematik in dem Buch hat damit schonmal gestimmt, auch wenn ich mir durchaus noch ein wenig mehr Informationen oder Beschreibungen zu der Welt – auch außerhalb des Palastes – gewünscht hätte. So ist etwas unklar geblieben, wie genau denn der Rest der Bevölkerung wohnt und wie genau ein Großteil der Bevölkerung zum König und seiner Familie steht.

Die Geschichte ist mehr oder weniger in sich abgeschlossen. Wir erleben einen kompletten Handlungsstrang, der zwar noch Fragen offen lässt, aber in sich ein (wenn auch nicht ganz zufrieden stellendes) Ende findet. Die Geschichte war gut durchdacht und durchweg spannend aufgebaut. Neben einigen zusätzlichen Handlungssträngen folgt das Buch durchgängig einer größeren Handlung, was mir sehr gefallen hat.

Ich habe tatsächlich etwas länger gebraucht, um das Buch zu beenden, da es kein richtiger Pageturner war. Es war zwar sehr spannend, hat einen aber nicht unbedingt an jeder Seite dazu bringen wollen, sofort weiterzulesen. Aus diesem Grund gab es bei mir ein kleines bisschen Abzug.

Nichtsdestotrotz hat mir das Buch unheimlich gut gefallen. Es ist eine schöne, frische Geschichte mit einer neuen Idee, die ich persönlich als sehr gut umgesetzt befunden habe. Für Fans von Büchern aus dem Young Adult Genre definitiv ein Muss!

Meine Bewertung

45sterne

4,5 von 5 Sternen