Rezension: Unter den drei Monden von Ewa A.

unterdendreimondenUnter den drei Monden – Ewa A.
erschienen im Dark Diamonds Label vom Carlsen Verlag
E-Book, 515 Seiten
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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Die Handlung

Kadlin ist die junge, hübsche Häuptlingstochter des Stammes der Smar, einem der Clans in Aret – einem Land, dass von drei Monden beschienen wird. Als Katlin aus politischen Zwecken den grausamen Stammessohn der Ikol, Hadd, heiraten soll, sucht sie nach eigenen Mitteln, um der Hochzeit zu entkommen. Dabei versucht sie den jungen Bram auf dem Sonnenfest für sich zu gewinnen. Bram ist jedoch der Häuptlingssohn eines Stammes, mit dem die Smar seit Ewigkeiten im Krieg leben. Auf dem Sonnenfest läuft nicht alles nach Plan und als Kadlin eine grausame Tat mit ansehen muss, flieht sie und verkleidet sich dabei mit ihrer Freundin Lijufen als Junge. Dabei landet sich in einem Trainingscamp, in dem die Jungen auf ihre Mannesprüfung vorbereitet werden. Und der Ausbilder ist kein geringerer als Bram, vor dem Kadlin ihre Identität unbedingt geheim halten will.

Meine Meinung

„Unter den drei Monden“ ist Teil des Startprogramms des ganz frischen Dark Diamonds Labels aus dem Carlsen Verlag und damit dem Genre New Adult Fantasy zuzuordnen. Von allen dort erschienen Büchern klang dieses für mich am verheißungsvollsten.

Ich war allerdings ein wenig skeptisch. Ich habe zwar noch nicht so viele New Adult Bücher gelesen – aber oft hat mich diese Vorhersehbarkeit, die bedienten Klischees und das immer gleiche Muster genervt, was letztendlich auch dazu geführt hat, dass ich noch nicht so viel davon gelesen habe. „Unter den drei Monden“ bedient zwar durchaus das Genre New Adult, übertreibt es dabei aber nicht. Wir begleiten eine junge Frau, die eben keine Jugendliche mehr ist, was sie aber nicht zu einer Frau mutieren lässt, die tagein tagaus über nichts anderes als über ihren Love-Interest nachdenken – und dementsprechend handeln – muss. Das ist mir persönlich sehr positiv aufgefallen. Das Genre „New Adult“ tritt in diesem Buch sogar im Vergleich zum Genre „Fanatsy“ eher in den Hintergrund. Dafür gab es von mir einen großen Pluspunkt und gleichzeitig weckt das in mir die Hoffnung, dass auch weitere Bücher aus dem New Adult Fantasy Genre eher meinen Geschmack treffen können, als reine New Adult Bücher.

Die Welt ist komplett neu ausgedacht – das merken wir bereits daran, dass es in dieser Welt drei Monde gibt, die eine Art „Gottheit“ für die Menschen darstellen. Es gibt verschiedene Stämme und Clans, die untereinander verfeindet oder auch verbündet sind. Das System dahinter versteht man sehr schnell sehr gut und auch die Gegebenheiten, die zu der Situation führen, werden schnell erkannt.

Die Welt ist außerdem unheimlich detailliert ausgedacht. Während des Trainingscamps müssen die jungen Anwärter verschiedene Aufgaben bewältigen, wobei sie verschiendenen Fantasie-Wesen und wundersamen Orten begegnen. Auch das hat mir unheimlich gut gefallen. Insbesondere die Vielfalt der verschiedenen Tiere und Stätten war wunderschön und teilweise auch grausam zugleich beschrieben. Hier merkt man, dass die Autorin sich ettliche Gedanken zu ihrer Welt gemacht hat.

Die Geschichte geht schnell voran. Wir haben viele Szenen-Wechsel und wirklich kaum Längen in dem Buch. Ich konnte es gut an zwei Tagen durchlesen und wollte auch gerne weiterlesen. Die Hauptgeschichte – Kadlin sucht sich jemand anderem zum Heiraten und muss ihre Identität vor Bram geheim halten – bleibt natürlich nicht die einzige Hauptgeschichte. Während der Geschichte wird Einiges aufgedeckt, was aufmerksame Leser sicherlich von Anfang an ahnen können, was aber nicht unbedingt schlimm ist. Dies entwickelt sich insbesondere im letzten Drittel zur Hauptgeschichte und ist toll und interessant gestaltet. Eine Wendung ganz zum Schluss habe ich nicht kommen sehen, die mich einerseits sehr überrascht hat, die aber auch gleichzeitig ein kleiner Kritikpunkt meinerseits ist, da ich persönlich finde, dass sich die Personen viel zu schnell mit der veränderten Situation angefreundet haben.

Allgemein ist das Ende recht kurz gehalten – insbesondere im Vergleich zu der ausgiebigen Trainingszeit. Das hat bei mir zu etwas Abzug geführt, da ich mir dann doch vielleicht noch ein bisschen mehr zum Ende gewünscht hätte.

Kadlin ist recht sympathisch, Bram ebenfalls. Wirklich besonders sind beide allerdings nicht, was häufig bei solchen Büchern vorkommt. Kadlins beste Freundin, die sie treu auf ihren Wegen begleitet, ist eigentlich ganz sympathisch, ab und zu aber auch etwas nervig. Für mich persönlich war die Rollenverteilung in „schwarz“ und „weiß“ etwas zu stark – ich hätte ein paar Abstufungen gar nicht schlecht gefunden, die Geschichte leidet aber auch nicht darunter.

Insgesamt kann ich das Buch wirklich sehr empfehlen, sofern man Fantasy gerne liest und dem Genre New Adult nicht abgeneigt ist. Mich hat das Buch sehr unterhalten und ich würde im Übrigen auch gerne eine Fortsetzung der Geschichte lesen, auch wenn sie in sich abgeschlossen ist.

Meine Bewertung

4sterne

4 von 5 Sternen

Rezension: Weltengestöber von Verena V. Biernacki

hexenkrone_1Weltengestöber – Die Hexenkrone von Kilkenny 1 – Verena V. Biernacki
Selfpublished
E-Book, 209 Seiten
1,49 €

Die Handlung

Es fällt mir etwas schwer, die Handlung zusammen zu fassen, ich probiere es trotzdem einmal. In dieser Reihe geht es um Jayde Thibault, die nach Kilkenny kommt, um ihre kranke Großmutter zu pflegen. Sie hat kein gutes Verhältnis zu ihrer Großmutter und tritt die Reise eher widerwillig an.

In Kilkenny erwacht etwas geheimnisvollesn in ihr – denn Jayde Thibault ist die Hexenkönigin, die eigentlich noch gar nicht erwachen sollte. Ihr Erwachen bleibt nicht unbemerkt und setzt verschiedene Prozesse in Gang, an denen verschiedene Personen und Gruppierungen ihre eigenen Interessen haben.

Meine Meinung

Vorab möchte ich sagen, dass ich Verena nicht kenne und das Buch nicht gelesen habe, weil ich ein großer Fan oder Wegbegleiter von ihr bin. Ich hoffe und denke daher, dass ich das Buch recht objektiv betrachten kann. Ich bin auf das Buch durch Tina von LegendaryFangirl aufmerksam geworden. Tina, eine Bloggerin, die ich schon lange verfolge, hat das wundervolle Cover entworfen und das war ehrlich gesagt auch der Grund, wieso ich mir das E-Book überhaupt näher angeschaut habe. Soweit ich das verfolgen konnte, ist es das Debüt-Werk von Verena V. Biernacki, die das Buch als Selfpublisherin herausgebracht hat. Der Inhalt klang gleich sehr verheißungsvoll und auf einer längeren Zugfahrt habe ich mich dem Buch dann gewidmet. Zunächst war ich ehrlich gesagt etwas abgeneigt, da ich den Schreibstil sehr anstrengend fand. Ich hatte das Gefühl, dass viele Sätze unnatürlich kompliziert geschrieben wurden, was den Lesefluss auf jeden Fall beeinflusst hat. Ich weiß nicht genau, ob ich mich im Laufe des Buches daran gewöhnt habe, oder ob das eher abnahm – nach einiger Zeit kam ich jedenfalls etwas besser damit zurecht.

Die Geschichte ist sehr verworren und man versteht nicht wirklich, was vor sich geht. Das hält sich leider das ganze Buch durch – ich hatte oft keine Ahnung, um welche Person es in dem Kapitel nun ging und habe auch noch immer nicht herausgefunden, welche Rolle einige Personen einnehmen. Das Buch ist unheimlich geheimnisvoll, was an sich toll ist. Ich hatte aber oft das Gefühl, dass es ein wenig zu viel des Guten war und ein wenig mehr Klarheit nicht geschadet hätte.

Das klingt jetzt allerdings etwas kritischer, als es ist. Das Buch ist recht kurz – 209 Seiten lassen sich schnell lesen – für den Preis ist das aber vollkommen in Ordnung. Ich gehe davon aus, dass wohl noch einige Teile folgen werden, denn ich hatte das Gefühl, dass der erste Teil erst der Auftakt zu einer großen Reihe ist. Das Buch enthält einige tolle Illustrationen, die jeweils zu den verschiedenen Textpassagen passen, auf die sie folgen. Das hat dem Buch definitiv etwas Besonderes gegeben und eine tolle Stimmung verbreitet.

Die Welt, die sich die Autorin ausgedacht hat, blickt an verschiedenen Stellen immer wieder durch und zeigt eine Komplexität, die ich wirklich absolut beeindruckend finde. Ich habe einige Bücher gelesen, die länger waren und von größeren Namen geschrieben wurden, die trotzdem keine Komplexität in dieser Art und Weise aufwiesen. Ich hoffe sehr, dass wir in den nächsten Teilen noch viel viel mehr davon erfahren werden und uns die Hintergründe auch klarer werden. Uns als Leser wird nicht viel erklärt, wir werden in die Welt hineingeworfen und erfahren ab und zu etwas mehr – vieles bleibt aber (noch) unklar.

Auch wenn ich das oben schon kritisiert habe, macht es gleichzeitig neugierig. Ich hatte nach Beenden des Buches auf jeden Fall das Bedürfnis, weiterzulesen und hoffe, dass ich nicht allzu lange auf den zweiten Teil warten muss.

Die Personen sind sehr interessant gestaltet und auch hier offenbart sich wieder die oben genannte Komplexität. Vielleicht wären für den Anfang etwas weniger Personen oder etwas mehr Information nicht schlecht gewesen – die wichtigsten Personen, zumindest die, die ich derzeit für die wichtigsten Personen halte, lernt man allerdings näher kennen.

Ich habe großen Respekt vor Verena V Biernacki, die ganz alleine etwas Geheimnisvolles geschaffen hat, das großes Potential hat. Ich hatte mir ein düsteres Buch gewünscht – das Cover und die Inhaltsangabe versprechen dies – und genau das habe ich auch erhalten. Ich habe zwar meine Kritikpunkte, die meiner Meinung nach das Buch kein Buch für jedermann machen, aber ich sehe in dem Buch ein unheimlich großes Gedankengebilde im Hintergrund und beziehe dieses Potential, dass sich hoffentlich in den nächsten Teilen entfalten wird, in meine Bewertung mit ein.

Meine Bewertung

4sterne

4 von 5 Sternen

Rezension: Die Herren der grünen Insel von Kiera Brennan

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Die Herren der grünen Insel – Kiera Brennan
erschienen im Random House Audio Verlag
Hörbuch, 20 Stunden und 24 Minuten
Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Die Handlung

Wir schreiben das Jahr 1166 und befinden uns in Irland. Die verschiedenen Könige auf der Insel sind miteinander verfeindet und es kommt oft zu Kriegshandlungen. Gleichzeitig dringt von außen Henry Plantagenet, der englische König, ein, der die Insel für sich einnehmen möchte. Die irischen Könige stehen vor der Entscheidung, ob sie sich zusammen gegen Henry wehren oder gegeneinander kämpfend untergehen und ihre Insel verlieren. Wir begegnen einer Vielzahl von Personen, deren Schicksale mit den Ereignissen verbunden sind und begleiten sie über die Jahre hinweg auf ihren Wegen.

Meine Meinung

Die Herren der grünen Insel hat mich sofort angesprochen: Bislang habe ich noch wirklich gar nichts über Irland gelesen, das Cover und der Inhalt waren aber so verheißungsvoll, dass ich mich umso mehr gefreut habe, dass ich das Hörbuch rezensieren durfte.

Vorab: Man merkt, dass die Autorin die Insel besucht hat und – wie ich vermute – die Insel lieben gelernt hat. Das Hörbuch macht auf jeden Fall Lust auf Irland und seine Landschaften, sowie auf seine Geschichte und Kultur. Wie gesagt, mit Irland habe ich mich bislang wirklich gar nicht beschäftigt, nach meinen ersten kurzen Recherchen traue ich mich allerdings zu behaupten, dass der Roman gut recherchiert und wahrheitsgetreu ist. In diesem Sinne hat das Buch wirklich sehr geglänzt und bietet einen tollen historischen Roman.

Für Einsteiger in historische Romane ist das Buch allerdings nichts! Ich lese selbst gerne historische Romane und war daher nicht überrascht, dass mir wirklich so viele verschiedene Personen begegnet sind. Ich denke auch, dass es vermutlich einfacher sein wird, das Buch zu lesen und dort nachschlagen zu können, wer nochmals wer ist – im Hörbuch fiel es mir ab und an doch etwas schwerer festzustellen, wer nochmals wer ist. Bei einigen markanten Personen fiel es mir gar nicht schwer – die verschiedenen Könige habe ich allerdings ab und zu durcheinander gebracht. Ich denke, ein paar weniger Personen hätten der Geschichte durchaus gut getan und keinesfalls geschadet.

Ich habe eine gekürzte Fassung des Hörbuchs gehört – und schon die betrug über 20 Stunden. Mit diesem Hörbuch ist man – wenn man ein ähnliches Hörverhalten wie ich an den Tag legt – relativ lange beschäftigt. Ich habe der Autorin dabei hoch angerechnet, dass ich mich trotz einiger Pausen zwischendurch immer schnell wieder zurecht gefunden habe und auch immer wieder Lust hatte, zum Hörbuch zurückzukehren.

Mit den Charakteren hatte ich allerdings teilweise etwas zu kämpfen. Normalerweise hat man mindestens ein paar Charaktere, die einem ans Herz wachsen und die man mag und auch den Rest kann man oft nicht wirklich hassen. Die Charaktere in diesem Buch sind aber teilweise unglaublich egoistisch und unsympathisch. Auch wenn man sich die Zeit anschaut, in der das Buch spielt, kamen mir die Charaktere und ihre Handlungen oft sehr unlogisch vor und in ihren Aktionen und Gedanken zugleich sehr ähnlich. Ich hätte mir an dieser Stelle mehr Variation gewünscht und vielleicht auch den einen oder anderen sympathischeren Charakter.

Das Buch trieft nur so vor Gewalt und Schrecken. Das mag natürlich an der Zeit liegen, allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass die Autorin einem wenig gute Zeiten „gönnt“. Das hat das Buch gleichzeitig natürlich wieder sehr authentisch gemacht.
Das Hörbuch hatte zudem einige Längen, bei denen ich mich teilweise gefragt habe, wie wohl das ungekürzte Buch an dieser Stelle aussehen würde. Nichtsdestotrotz war die Geschichte durchweg interessant, wenn auch nicht „ich-muss-sofort-weiterlesen“-spannend.

Der Sprecher hat mir sehr gut gefallen. Seine Stimme ist etwas rau, was super zu der Stimmung im Buch passt. Er erzählt bzw. liest in einer angemessenen Geschwindigkeit und hat mir persönlich das Buch auf jeden Fall verschönert.

Insgesamt ist das Hörbuch ein toll recherchierter Roman geworden, dass einen Lust auf Irland macht – etwas weniger hätte dem Buch aber gut getan.

Meine Bewertung

35sterne3,5 von 5 Sternen

Rezension: Red Rising Trilogie von Pierce Brown

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Ich möchte euch heute eine Trilogie vorstellen, die mich so sehr begeistert hat, dass sie es in meine Top-3 aller SciFy/Dystopien geschafft hat. Es geht um die „Red Rising“ Trilogie von Pierce Brown, bestehend aus „Red Rising“, „Red Rising – im Haus der Feinde“ und „Red Rising – Tag der Entscheidung“. Den dritten Teil habe ich vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen, worüber ich mich wahnsinnig gefreut habe! Also vielen Dank an dieser Stelle :)

Wie bereits erwähnt, hat mir die Trilogie so so gut gefallen. Die Bücher sind unheimlich düster und brutal, was schon die Cover erahnen lassen. Oft kritisiere ich insbesondere an Jugend-Dystopien, dass mir das Ende oft zu unspektakulär und klein vorkommt – bei Red Rising ist dies eindeutig nicht der Fall. Wir erleben so viele große Dinge, Schlachten und ich bin jedes Mal begeistert von den taktischen Spielen, die jedes Buch in sich hat.

Insgesamt bewerte ich die Trilogie ganz klar mit 5 Sternen und möchte euch nun die einzelnen Bücher so spoilerfrei wie möglich vorstellen.

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Red Rising – Pierce Brown
erschienen im Heyne Verlag
broschiert, 576 Seiten

Die Handlung

In Red Rising begegnen wir dem jungen Höhlentaucher Darrow. Darrow lebt auf dem Mars und gehört der Rasse der „Roten“ an. Er und seine Mitmenschen arbeiten in den Tiefen des Mars, um diesen für spätere Generationen bewohnbar zu machen. Was Darrow nicht ahnt, ist die Tatsache, dass der Mars längst erschlossen ist und von den „Goldenen“ bereits bewohnt wird. Diese nutzen die ahnungslosen Roten aus, um weiter wertvolle Materialien und Stoffe zu fördern. Als seine Frau einen Akt der Rebellion begeht und dabei getötet wird, ist Darrow’s Leben nicht mehr, wie es einmal war. Fast gezwungen durchlebt er eine Veränderung und Operation seines Körpers, um als Goldener durchzugehen. Er soll an einer unglaublich harten Ausbildung teilnehmen, um sich einen guten und einflussreichen Posten für eine Rebellion zu sichern und stößt dabei natürlich auf weitere Schwierigkeiten.

Meine Meinung

Ich habe den ersten Teil von Red Rising geliebt und tue es auch heute noch. Die Welt ist unglaublich komplex und riesig. Wir werden mit Begriffen bombadiert, die man zunächst gar nicht richtig versteht, die mit der Zeit aber selbstverständlich für einen werden. Gleiches gilt für die umfassende Struktur. Hinter diesem Buch steckt eine Menge an „World-Building“ und ich möchte –  auch nach der Trilogie – noch mehr über diese Welt wissen . Wie beschrieben, ist die Welt von Darrow grausam. Wir erleben viele Tode, Morde, Schreckenstaten und Gewalt. Dabei ist Darrow mir so sympathisch geworden und geblieben. Irgendwie hat es mir sehr gefallen, dass er eher in diesen Kampf reingerutscht ist, als dass die Rebellion von anfang an sein Ziel war. Es war glaubwürdiger. Was mich an diesem Buch besonders begeistert hat, waren die Wendungen und Überraschungen, die dieses Buch inne hat. Gefühlt alle 100 Seiten ist etwas passiert, mit dem ich nie gerechnet hätte. Ich war jedes Mal total überrumpelt und begeistert, dass ich es nicht habe kommen sehen. Die taktischen Spiele waren genial ausgedacht und ich habe immer nur darauf gewartet, zu erfahren, was Darrow sich nun schon wieder ausgedacht hat. „Red Rising“ war ein grandioser Auftakt zu einer grandiosen Trilogie, den ich sehr genossen habe – und natürlich mit 5 Sternen bewerten musste.

redrising2Red Rising – Im Haus der Feinde von Pierce Brown
erschienen im Heyne Verlag
broschiert, 576 Seiten

Die Handlung

Keine Sorge, ich verrate euch nicht zu viel über den Inhalt des zweiten Teils. Wie ihr euch vermutlich bei dieser Trilogie denken könnt, hat Darrow den ersten Band überlebt und wird auch den zweiten überleben, denn es gibt ja noch einen dritten Teil. Allzu viel kann ich euch natürlich nicht verraten, aber während sich der erste Teil insbesondere mit der Ausbildung und dem „Start“ des Ganzen beschäftigt hat, befinden wir uns nun mitten in der Rebellion. Politik und Kriege machen einen Großteil des Buches aus und zeigen erneut eine Komplexität, mit der man anfangs nicht unbedingt rechnet.

Meine Meinung

Auch der zweite Band von Red Rising konnte mich absolut von sich überzeugen und packen. Wie oben bereits erwähnt, nehmen die Kämpfe und Schlachten ein Ausmaß an, dass ich gar nicht so erwartet hätte, was aber in Anbetracht dessen, dass nicht nur der Mars bewohnt ist, sondern viele andere Planeten ebenfalls, nur denklogisch und nachvollziehbar ist. Im zweiten Teil haben mir ein wenig die Überraschungen und Wendungen gefehlt, die ich im ersten Teil so genossen habe – sie waren weiterhin da, aber eben nicht mehr unbedingt alle 100 Seiten. Was mir dafür umso mehr gefallen hat, waren die verschiedene Charaktere, die uns begegnen und auch schon im ersten Teil begegnet sind. Sie sind toll entwickelt worden und haben Persönlichkeiten, die man immer mehr und mehr mag. Man fiebert schon längst nicht mehr nur mit Darrow mit, sondern hat andere Lieblinge und freut sich über deren Reaktionen und Erlebnisse – leidet aber natürlich auch mit. Da die Wendungen aus dem ersten Teil, wie gesagt, etwas nachgelassen haben, habe ich das Buch zunächst nur mit 4, 5 Sternen bewertet, wobei ich mittlerweile wieder geneigt bin, doch die vollen 5 Sterne zuzusprechen.

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Red Rising – Tag der Entscheidung  von Pierce Brown
erschienen im Heyne Verlag
broschiert, 656 Seiten
vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Die Handlung

Kommen wir auch schon zum letzten Teil – dem Finale – der Trilogie. Auch hier verrate ich nicht zu viel über den Inhalt – ich möchte niemandem etwas vorweg nehmen. So viel kann ich – denke ich – schreiben: Am Ende des zweiten Buchs erleben wir einen unglaublich fiesen Cliffhanger, der einem nicht nur ein wenig die Hoffnung raubt. Und natürlich muss man dann unbedingt wissen, wie es im dritten Teil weitergeht. Wir werden schnell erlöst und erfahren, ob das Schicksal es mit unseren Lieblingen gut meint und fahren dann auch gleich weiter fort mit dem endgültigen, finalen Kampf, der sich – ihr ahnt es angesichts der Seitenlänge – natürlich länger hinzieht und wieder seine Überraschungen und Wendungen beinhaltet und schließlich in einem der Trilogie würdigen Ende gipfelt.

Meine Meinung

Der Fokus bewegt sich mittlerweile ein wenig weg von Darrow – der nach wie vor natürlich unsere Hauptperson bleibt – hin zu seinen Freunden, die wir schon im ersten und zweiten Band lieben gelernt haben. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Insbesondere die Charaktere sind sich selbst treu geblieben und sind absolut authentisch. Das würde ich auch als die große Stärke der Trilogie ansehen – klar, unser Held ist unsere Hauptperson und für ihn fiebern wir vermutlich am meisten mit. Aber die Variation und Tiefe der ihn umgebenden Personen ist meisterhaft. Ich habe selten Charaktere so in mein Herz geschlossen. An dieser Stelle muss ich einfach Sevro hervorheben – wenn ihr dieses Buch bereits gelesen habt, dann werdet ihr mir sicher zustimmen.

Das Buch ist – wie auch der zweite Teil – sehr von Politik, Gewalt und Krieg geprägt. Insbesondere die Kriegsszenen sind teilweise sehr lang – aber dennoch durchweg spannend. Die Überraschungen und Wendungen sind wieder da und sie sind so genial, wie im ersten Band. Mir hat besonders gut der „Realismus“ gefallen, wenn man von dem Punkt absieht, dass wir uns in der Zukunft und im Weltall befinden: Auch Darrow hat Angst. Auch er zweifelt. Er verliert Freunde, Kameraden und alte Feinde, die man doch nicht gänzlich hassen kann. Das Buch beschönigt nichts und zeigt, dass der Krieg grausam ist und Helden vielleicht gar keine richtigen Helden sind. Diese Ehrlichkeit hat mich sehr überzeugt.

Das Ende ist grandios. Ich finde es schön, dass es noch Autoren gibt, die etwas Einzigartiges schaffen können, ohne den Leser mit einem schlimmen Gefühl zurück zu lassen.

Auch der dritte Band hat von mir 5 Sterne erhalten.

Meine Bewertung

5sterne

Pierce Brown hat meiner Meinung nach eine herausragende Trilogie geschaffen, zu der ich immer wieder gerne greifen werde. Ich kann sämtliche Bände bedingungslos empfehlen und hoffe, dass viele Weitere die Bücher kennen und lieben lernen werden. Eine absolute Leseempfehlung von meiner Seite aus!

Vorstellung: Dark Diamonds

darkdiamonds

Vor einigen Tagen erreichte mich ein mysteriöser schwarzer Briefumschlag, der schön voll befüllt war. Ich hatte schon bei ein paar anderen die Briefumschläge gesehen und wusste daher schon, was mich erwartet und genau das möchte ich euch heute vorstellen.

Ich bekam Post vom „Dark Diamonds“ Label. Dark Diamonds  ist ein ganz frisches neues Label für digitale Bücher des Carlsen Verlags, ein Verlag, der mir – und vermutlich auch euch – gut bekannt ist. In dem Umschlag gab es eine kleine Infobroschüre, in der das Label an sich und auch die sechs Start-E-Books schon einmal vorgestellt wurden.

Das Label „Dark Diamonds“ hat sich auf ein Genre spezialisiert, von dem ich ehrlich gesagt noch gar nichts gelesen habe, was mich gleichzeitig aber auch sehr neugierig macht: New Adult Fantasy.

Reine New Adult Romane sind mir meistens zu klischee-behaftet und zu vorhersehbar, Fantasy dagegen mag ich sehr. Die Mischung klingt total interessant und ich bin sehr gespannt, wie die sechs Start-Bücher aus dem neuen Label so sind und was sie zu bieten haben.

Ein Blick auf die „Start-Autoren“ zeigt uns auch durchaus bekanntere Autoren, wie z.B. Jennifer Jager.  Die Inhaltsangaben der Bücher verraten zudem auch einiges und dürften für jeden Fantasy-Fan etwas zu bieten haben. Geister, Vampire & Hexen sind auf jeden Fall schon einmal dabei.

Ich persönlich freue mich am meisten auf „Unter den drei Monden“ von Ewa A. Hier geht es um Kadlin, die Tochter eines Stammeshäuptlings, die sich gegen ihre fest arrangierte Hochzeit wehren möchte und sich plötzlich in der Rolle eines jungen Knappen wiederfindet – ausgerechnet im Trainingslager von Bram, dem Sohn des Feindesclans, auf den sie ihr Auge geworfen hat. Mehr weiß ich noch nicht über diese Geschichte, ich freu mich aber sehr, mehr darüber herauszufinden.

Dark Diamonds bewirbt seine Bücher damit, dass jedes Buch ein Juwel sei. Äußérlich kann ich dem auf jeden Fall schon einmal zustimmen und bin gespannt, ob die Bücher mich auch inhaltlich überzeugen können.

Auf der Internetseite von Dark Diamonds könnt ihr mehr darüber erfahren und euch auch schon einmal alle Bücher anschauen, die am 28.10.2016 erscheinen werden.