Rezension: Red Rising Trilogie von Pierce Brown

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Ich möchte euch heute eine Trilogie vorstellen, die mich so sehr begeistert hat, dass sie es in meine Top-3 aller SciFy/Dystopien geschafft hat. Es geht um die „Red Rising“ Trilogie von Pierce Brown, bestehend aus „Red Rising“, „Red Rising – im Haus der Feinde“ und „Red Rising – Tag der Entscheidung“. Den dritten Teil habe ich vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen, worüber ich mich wahnsinnig gefreut habe! Also vielen Dank an dieser Stelle :)

Wie bereits erwähnt, hat mir die Trilogie so so gut gefallen. Die Bücher sind unheimlich düster und brutal, was schon die Cover erahnen lassen. Oft kritisiere ich insbesondere an Jugend-Dystopien, dass mir das Ende oft zu unspektakulär und klein vorkommt – bei Red Rising ist dies eindeutig nicht der Fall. Wir erleben so viele große Dinge, Schlachten und ich bin jedes Mal begeistert von den taktischen Spielen, die jedes Buch in sich hat.

Insgesamt bewerte ich die Trilogie ganz klar mit 5 Sternen und möchte euch nun die einzelnen Bücher so spoilerfrei wie möglich vorstellen.

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Red Rising – Pierce Brown
erschienen im Heyne Verlag
broschiert, 576 Seiten

Die Handlung

In Red Rising begegnen wir dem jungen Höhlentaucher Darrow. Darrow lebt auf dem Mars und gehört der Rasse der „Roten“ an. Er und seine Mitmenschen arbeiten in den Tiefen des Mars, um diesen für spätere Generationen bewohnbar zu machen. Was Darrow nicht ahnt, ist die Tatsache, dass der Mars längst erschlossen ist und von den „Goldenen“ bereits bewohnt wird. Diese nutzen die ahnungslosen Roten aus, um weiter wertvolle Materialien und Stoffe zu fördern. Als seine Frau einen Akt der Rebellion begeht und dabei getötet wird, ist Darrow’s Leben nicht mehr, wie es einmal war. Fast gezwungen durchlebt er eine Veränderung und Operation seines Körpers, um als Goldener durchzugehen. Er soll an einer unglaublich harten Ausbildung teilnehmen, um sich einen guten und einflussreichen Posten für eine Rebellion zu sichern und stößt dabei natürlich auf weitere Schwierigkeiten.

Meine Meinung

Ich habe den ersten Teil von Red Rising geliebt und tue es auch heute noch. Die Welt ist unglaublich komplex und riesig. Wir werden mit Begriffen bombadiert, die man zunächst gar nicht richtig versteht, die mit der Zeit aber selbstverständlich für einen werden. Gleiches gilt für die umfassende Struktur. Hinter diesem Buch steckt eine Menge an „World-Building“ und ich möchte –  auch nach der Trilogie – noch mehr über diese Welt wissen . Wie beschrieben, ist die Welt von Darrow grausam. Wir erleben viele Tode, Morde, Schreckenstaten und Gewalt. Dabei ist Darrow mir so sympathisch geworden und geblieben. Irgendwie hat es mir sehr gefallen, dass er eher in diesen Kampf reingerutscht ist, als dass die Rebellion von anfang an sein Ziel war. Es war glaubwürdiger. Was mich an diesem Buch besonders begeistert hat, waren die Wendungen und Überraschungen, die dieses Buch inne hat. Gefühlt alle 100 Seiten ist etwas passiert, mit dem ich nie gerechnet hätte. Ich war jedes Mal total überrumpelt und begeistert, dass ich es nicht habe kommen sehen. Die taktischen Spiele waren genial ausgedacht und ich habe immer nur darauf gewartet, zu erfahren, was Darrow sich nun schon wieder ausgedacht hat. „Red Rising“ war ein grandioser Auftakt zu einer grandiosen Trilogie, den ich sehr genossen habe – und natürlich mit 5 Sternen bewerten musste.

redrising2Red Rising – Im Haus der Feinde von Pierce Brown
erschienen im Heyne Verlag
broschiert, 576 Seiten

Die Handlung

Keine Sorge, ich verrate euch nicht zu viel über den Inhalt des zweiten Teils. Wie ihr euch vermutlich bei dieser Trilogie denken könnt, hat Darrow den ersten Band überlebt und wird auch den zweiten überleben, denn es gibt ja noch einen dritten Teil. Allzu viel kann ich euch natürlich nicht verraten, aber während sich der erste Teil insbesondere mit der Ausbildung und dem „Start“ des Ganzen beschäftigt hat, befinden wir uns nun mitten in der Rebellion. Politik und Kriege machen einen Großteil des Buches aus und zeigen erneut eine Komplexität, mit der man anfangs nicht unbedingt rechnet.

Meine Meinung

Auch der zweite Band von Red Rising konnte mich absolut von sich überzeugen und packen. Wie oben bereits erwähnt, nehmen die Kämpfe und Schlachten ein Ausmaß an, dass ich gar nicht so erwartet hätte, was aber in Anbetracht dessen, dass nicht nur der Mars bewohnt ist, sondern viele andere Planeten ebenfalls, nur denklogisch und nachvollziehbar ist. Im zweiten Teil haben mir ein wenig die Überraschungen und Wendungen gefehlt, die ich im ersten Teil so genossen habe – sie waren weiterhin da, aber eben nicht mehr unbedingt alle 100 Seiten. Was mir dafür umso mehr gefallen hat, waren die verschiedene Charaktere, die uns begegnen und auch schon im ersten Teil begegnet sind. Sie sind toll entwickelt worden und haben Persönlichkeiten, die man immer mehr und mehr mag. Man fiebert schon längst nicht mehr nur mit Darrow mit, sondern hat andere Lieblinge und freut sich über deren Reaktionen und Erlebnisse – leidet aber natürlich auch mit. Da die Wendungen aus dem ersten Teil, wie gesagt, etwas nachgelassen haben, habe ich das Buch zunächst nur mit 4, 5 Sternen bewertet, wobei ich mittlerweile wieder geneigt bin, doch die vollen 5 Sterne zuzusprechen.

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Red Rising – Tag der Entscheidung  von Pierce Brown
erschienen im Heyne Verlag
broschiert, 656 Seiten
vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Die Handlung

Kommen wir auch schon zum letzten Teil – dem Finale – der Trilogie. Auch hier verrate ich nicht zu viel über den Inhalt – ich möchte niemandem etwas vorweg nehmen. So viel kann ich – denke ich – schreiben: Am Ende des zweiten Buchs erleben wir einen unglaublich fiesen Cliffhanger, der einem nicht nur ein wenig die Hoffnung raubt. Und natürlich muss man dann unbedingt wissen, wie es im dritten Teil weitergeht. Wir werden schnell erlöst und erfahren, ob das Schicksal es mit unseren Lieblingen gut meint und fahren dann auch gleich weiter fort mit dem endgültigen, finalen Kampf, der sich – ihr ahnt es angesichts der Seitenlänge – natürlich länger hinzieht und wieder seine Überraschungen und Wendungen beinhaltet und schließlich in einem der Trilogie würdigen Ende gipfelt.

Meine Meinung

Der Fokus bewegt sich mittlerweile ein wenig weg von Darrow – der nach wie vor natürlich unsere Hauptperson bleibt – hin zu seinen Freunden, die wir schon im ersten und zweiten Band lieben gelernt haben. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Insbesondere die Charaktere sind sich selbst treu geblieben und sind absolut authentisch. Das würde ich auch als die große Stärke der Trilogie ansehen – klar, unser Held ist unsere Hauptperson und für ihn fiebern wir vermutlich am meisten mit. Aber die Variation und Tiefe der ihn umgebenden Personen ist meisterhaft. Ich habe selten Charaktere so in mein Herz geschlossen. An dieser Stelle muss ich einfach Sevro hervorheben – wenn ihr dieses Buch bereits gelesen habt, dann werdet ihr mir sicher zustimmen.

Das Buch ist – wie auch der zweite Teil – sehr von Politik, Gewalt und Krieg geprägt. Insbesondere die Kriegsszenen sind teilweise sehr lang – aber dennoch durchweg spannend. Die Überraschungen und Wendungen sind wieder da und sie sind so genial, wie im ersten Band. Mir hat besonders gut der „Realismus“ gefallen, wenn man von dem Punkt absieht, dass wir uns in der Zukunft und im Weltall befinden: Auch Darrow hat Angst. Auch er zweifelt. Er verliert Freunde, Kameraden und alte Feinde, die man doch nicht gänzlich hassen kann. Das Buch beschönigt nichts und zeigt, dass der Krieg grausam ist und Helden vielleicht gar keine richtigen Helden sind. Diese Ehrlichkeit hat mich sehr überzeugt.

Das Ende ist grandios. Ich finde es schön, dass es noch Autoren gibt, die etwas Einzigartiges schaffen können, ohne den Leser mit einem schlimmen Gefühl zurück zu lassen.

Auch der dritte Band hat von mir 5 Sterne erhalten.

Meine Bewertung

5sterne

Pierce Brown hat meiner Meinung nach eine herausragende Trilogie geschaffen, zu der ich immer wieder gerne greifen werde. Ich kann sämtliche Bände bedingungslos empfehlen und hoffe, dass viele Weitere die Bücher kennen und lieben lernen werden. Eine absolute Leseempfehlung von meiner Seite aus!

Ein Gedanke zu „Rezension: Red Rising Trilogie von Pierce Brown“
  1. Tolle Rezension! Ich habe schon öfter von der Trilogie, wusste aber nicht so wirklich, ob die Reihe was für mich ist. Du hast mich jetzt aber total neugierig gemacht. :)