Rezension: Black Dagger – Vishous & Jane von J.R. Ward

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Black Dagger – Vishous & Jane von J.R. Ward
Taschenbuch, 736 Seiten
erschienen im Heyne Verlag

Die Handlung
In dem fünften Doppelband der Black Dagger Reihe erfahren wir mehr über den Vampir Vishous, auch V genannt. Auch er gehört der Bruderschaft an und trägt eine sehr düstere Vergangenheit mit sich herum, die sein Handeln tagtäglich bestimmt. Als er eines Nachts bei einem Lesser-Angriff unter merkwürdigen Umständen angeschossen wird, kommt er in ein Krankenhaus, in dem die junge Ärztin Jane gerade Dienst hat. Sie operiert ihn und ist direkt von ihm fasziniert, da sein Herz und auch seine Art ihr sehr merkwürdig erscheint.
Und auch Vishous fühlt sich sofort mit ihr verbunden und merkt, dass sich sein Leben, sein Denken und seine Gefühle mit einem Schlag verändert haben. Er nimmt sie mit – zunächst nur, damit sie sich um ihn kümmert, bis er wieder vollständig genesen ist. Währenddessen entwickelt sich aber etwas anderes zwischen den beiden, was weit über das Patienten-Arzt-Verhältnis hinausgeht.
Aber die Vergangenheit von Vishous holt ihn plötzlich ein und bestimmt ihm eine festgelegte Zukunft, in der Jane keine Rolle spielen kann und darf…
Meine Meinung
Als erstes möchte ich sagen, dass mir die Cover der Neuauflage unheimlich gut gefallen. Sie sind deutlich stilvoller und ansprechender als die früheren Cover und machen unheimlich Lust auf die Bücher.
Ich war auf die Geschichte von Vishous – und natürlich auch auf die weitergehende Geschichte der Bruderschaft – sehr gespannt. Vishous ist ein sehr vielseitiger und düsterer Charakter mit Zügen, die nicht unbedingt dem „Main-Stream“ gefallen könnte. Dies merkt man gleich zu Anfang und wird auch durch das Nachwort der Autorin bestärkt, die wohl erst überlegt hatte, einige Passagen abzuändern bzw. auszulassen. In meinen Augen hat ihn aber gerade das noch deutlich interessanter gemacht und seine Person sehr vielseitig gemacht. Er ist eben kein typischer Mainstream-Held und genau dadurch setzt sich die Autorin auch ab. Ich persönlich finde es gut, dass sie die Passagen drin gelassen hat, da man so auch den Wandel, den während der Geschichte durchmacht, deutlich besser mitbekommt und versteht.
Auch Jane ist ein wirklich erfrischender Charakter, der einerseits sehr wissenschaftlich veranlagt ist, gleichzeitig aber auch emotional stabil und stark ist. Sie bringt frischen Wind in die Geschichte und sie ist jemand, dem man gleich sympathisch findet. Sie ist dabei kein kleines Mädchen, dass verängstigt darauf wartet, dass man es rettet, sondern nimmt die Sache selbst in die Hand und stellt sich den neuen Herausforderungen. Jane hat mir sehr gut gefallen und ich finde, dass sie ein tolles Gegenstück zu Vishous ist. Beide harmonieren sehr sehr gut.
Wir erleben im Buch mehrere Rückblicke in Vishous Vergangenheit, die sehr grausam und augenöffnend zugleich sind. Wir erfahren mehr über seine Beziehung zu seinem Vater und die Schwierigkeiten, die er durchleben musste. Wir erfahren auch, warum er so aussieht, wie er eben heute aussieht und was dies mit ihm angerichtet hat.
Gleichzeitig hatte ich ein wenig das Gefühl, dass die Autorin einige Schwierigkeiten mit ihm hatte und schnell die Handlung wieder von ihm weggeführt hat. Die Szenen aus der Vergangenheit waren zwar durchaus ausführlich, aber insbesondere die Szenen, die er „heute“ nicht mit Jane verbracht hat, fiel der Autorin glaube ich etwas schwer. Das hat sich auch mit dem Nachwort der Autorin ein bisschen bestätigt. Dafür gab es von mir einen kleinen Punkt Abzug, denn das wäre meiner Meinung nach gar nicht nötig gewesen.
Natürlich erfahren wir auch einiges über die Protagonisten des nächsten Buchs, welches sich um Phury und Cormis drehen wird, auf das ich mich auch schon sehr freue. Und natürlich erleben wir auch, wie die Bruderschaft sich weiter entwickelt und treffen alte Bekannte wieder, die selbstredend ebenfalls Teil dieses Buches sind. Die Mischung hat mir persönlich sehr zugesagt – dadurch blieb das Buch durchweg spannend und wies so gut wie keine Längen auch, auch wenn man einige Charaktere natürlich lieber mag, als andere.
Für Fans der Black Dagger Reihe ist dieses Buch definitiv ein Muss!

 

Meine Bewertung
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