Rezension: Extinction von Kazuaki Takano

extinction

Extinction – Kazuaki Takano
erschienen im Penguin Verlag
Taschenbuch, 560 Seiten

Die Handlung 
In Extinction begleiten wir u.a. den Ex-Soldaten Jonathan Yeager, der mittlerweile für ein privates Sicherheitsunternehmen arbeitet. Er erhält einen Auftrag der amerikanischen Regierung, die im Kongo stattfinden soll. Bei einem Pygmäenstamm soll ein tödliches Virus ausgebrochen sein, sodass sämtliche infizierte Personen getötet werden sollen.
Yeager und seine Kameraden machen sich auf den Weg und merken schnell, das dies nur ein Vorwand war und die Operation zur Beseitigung eines 3-jährigen Jungen dient, der mit seinen jungen Jahren schon eine Intelligenz besitzt, die die eines Erwachsenen Menschen bereits weit übersteigt.
Yeager und sein Team entschließen sich, den Jungen vor der Auslöschung zu bewahren und eine gnadenlose Jagd beginnt.
Zeitgleich bekommt der junge Kento Koga von seinem verstorbenen Vater unter mysteriösen Umständen den Auftag, ein Medikament gegen eine tödliche Lungenkrankheit zu entwickeln – eine Krankheit, an der auch Yeager’s Sohn leidet..
Meine Meinung
Wir begleiten nicht nur Yeager und Koga sondern erfahren auch viel über weitere Personen, die mit der Operation zusammenhängen. Dabei sehen wir nicht nur unsere „gute“ Seite, sondern auch die Seite derjenigen, die die Beseitigung des Jungen angeordnet haben.
Das hat mir persönlich unheimlich gut gefallen. Ich mag Thriller und Bücher, die aus verschiedenen Gesichtspunkten beschrieben werden. Das trägt unheimlich zur Spannung bei.
Alle verschiedenen Geschichten hängen natürlich zusammen, einige Zusammenhänge offenbaren sich jedoch erst gegen Ende. Das Buch ist relativ lang und trotzdem kommt es ohne unnötige Längen aus. Ein ganz großer Pluspunkt bekommt das Buch für die ganzen Hintergrundinformationen. Das Buch wurde – meine ich –  vor dem Hintergrund der Ebola-Krise geschrieben. Hierzu werden Informationen eingeflossen. Auch zum Konflikt im Kongo gibt es zahlreiche Informationen, die unheimlich spannend und interessant- und natürlich auch grausam sind.
Allgemein ist das Buch sehr grausam. Das ist natürlich dem Kriegsgebiet geschuldet, in dem sich unsere Handlung abspielt. Aber gleichzeitig schafft es der Autor auch, die Grausamkeit von Menschen, die sich und ihre Spezies als bedroht ansehen, darzustellen.
Der zweite große Handlungskomplex rund um Kento war teilweise sehr sehr wissenschaftlich, sodass ich – ohne Vorkenntnisse in dem Bereich – teilweise gar nichts verstanden habe. Die Passagen waren zum Glück aber nur kurz und die weniger technischen Wiederholungen und Zusammenfassungen haben es dann doch wieder verständlich gemacht.
Mich hat das Buch durchweg gut unterhalten. Einen kleinen Minuspunkt gibt es von mir für die teilweise etwas zu kurz geratenen Charakterentwicklungen. Yeager wird sehr ausführlich beschrieben – insbesondere aber seine drei Kameraden kommen ein wenig zu kurz. Hier hätte ich mir noch mehr Tiefgang gewünscht.
Insgesamt kann ich das Buch aber absolut empfehlen – und zwar nicht nur Thriller-Fans, denn ich selbst würde mich auch nicht als ein solcher beschreiben.
Meine Bewertung
Schreibe einen Kommentar