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Rezension: Belgravia von Julian Fellowes

Belgravia – Julian Fellowes
Hardcover, 448 Seiten
erschienen im C Bertelsmann Verlag

Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Die Handlung

Die junge Sophia Trenchard, die Tochter von Anne und James Trenchard, hat es geschafft, eine Einladung zum Ball am Vorabend der Schlacht von Waterloo zu ergattern. Auf diesem Ball ist auch der junge Edmund Bellasis, auf den Sophia schon länger ein Auge geworfen hat. Die Nacht verläuft jedoch anders als geplant. Edmund stirbt in der Schlacht von Waterloo und auch Sophia stirbt einige Monate später.

Die eigentliche Handlung der Geschichte setzt 25 Jahre später ein. Sophias Mutter, Anne, hütet bis heute ein wohl behütetes Geheimnis. Und auch Edmunds Mutter quält sich mit dem Gedanken, dass sie, wenn sie stirbt, nichts hinterlassen wird – denn Edmund war ihr einziges Kind.

Beide Damen treffen aufeinander und aus dem Geheimnis wird ein gemeinsames Ziel, das den jungen Charles Pope betrifft: ein junger und engangierter Unternehmer, der mit eigenen Hoffnungen und Wünschen in die Londoner Gesellschaft eintritt und da für große Veränderungen sorgen wird. Und nicht alle in seinem Umfeld sind ihm wohlgesonnen..

Meine Meinung

Ich habe mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut, da ich den Autoren aus einer meiner Lieblingsserien – Downton Abbey – kenne. Ich hatte mir eine Geschichte erhofft, die mich ein wenig an Downton Abbey erinnert und mir etwas in dieser Richtung gibt. Und ich wurde glücklicherweise nicht enttäuscht.
Julian Fellowes hat eine wunderbare Geschichte geschaffen, bei der man mitfiebert und mitleidet. Die Charaktere sind ähnlich wie in Downton Abbey nicht nur Personen der oberen Gesellschaftsschicht – wir begegnen so u.a. auch einer verbitterten Zofe, die sich etwas dazu verdienen möchte oder einem geldgierigen Butler. Die Charaktere waren fast alle gut in die Kategorien „schwarz“ und „weiß“ bzw. „gut“ und „böse“ einzuteilen, was ich ein wenig schade fand, mich aber gleichzeitig auch nicht wirklich gestört hat. Man fand die richtigen Personen sofort sympathisch, und die anderen mochte man auf Anhieb nicht. Das lag natürlich an der etwas einseitigen Sicht- und Erzählweise des Autors, was mich aber – wie gesagt – nicht gestört hat.
Eine Person fand ich persönlich besonders interessant, da sie die Einzige war, die eigentlich den „Bösen“ angehört, dennoch aber einige Sachen gemacht hat, die die Geschichte in eine völlig andere Richtung gebracht haben. Wer genau das war, möchte ich natürlich nicht verraten, ich denke aber, die meisten, die dieses Buch gelesen haben, wissen wohl von wem ich spreche. Bis zum Schluss bin ich mir noch sehr unsicher, ob ich diese Person nun mag oder nicht – und das bewerte ich durchaus positiv.
Die Charaktere waren demnach nicht unbedingt allzu vielseitig, das mussten sie aber in dem Buch auch nicht sein. Denn das Buch ist mit seinen 450 Seiten relativ kurz und wird durch die Geschichte gut ausgefüllt, auch ohne dass die meisten Personen große Verwandlungen oder innere Konflikte durchleben müssen. Der Anfangsteil ist etwas lang geraten, des dauert ca 100 Seiten, bis es endlich so richtig losgeht, danach nimmt die Geschichte aber absolut an Schwung auf.
Der Schreibstil von Julian Fellowes ist unheimlich flüssig. Die Seiten sind bei mir nur so dahingeflogen. Das Buch lässt sich damit sehr leicht, flüssig und schnell durchlesen.
Ein weitere absolut positiver Punkt ist das wundervolle Cover, das zwar mit der Geschichte an sich nichts zu tun hat, aber dem Buch einen ganz tollen Flair gibt. Ich freue mich sehr, dass das Buch jetzt so bei mir im Bücherregal stehen kann, denn es macht eindeutig etwas her.
Die Geschichte war von der Grundidee toll: Zwei Großmütter, die ein gemeinsames Geheimnis haben, der Wunsch, einer bestimmten Person ein gutes Leben zu ermöglichen und all die gesellschaftlichen Folgen, die eine Enthüllung haben würde. Auch wenn beide Frauen nicht unbedingt am gleichen Strang ziehen, ziehen sie zumindest nicht am gegenteiligen Ende. Dafür gibt es genug Gegenspieler aus verschiedenen Lagern, die anfangs ähnlich ahnungslos sind, wie der Leser und versuchen, unseren „guten“ Personen so viele Steine wie möglich in den Weg zu legen.
Der Leser selbst merkt jedoch schnell, was Sache ist. Nach gut 50 Seiten habe ich mir schon ausmalen können, wie die Geschichte wohl enden wird. Das war dann tatsächlich so auch der Fall, sodass es einen kleinen Minuspunkt hierfür gibt. Die Geschichte war sehr vorhersehbar und hielt kaum Überraschungen für den Leser bereit, das habe ich persönlich aber hier auch gar nicht erwartet.
Wer also eine Geschichte mit plötzlichen Wendungen, Schock-Momenten und Überraschungen sucht, der ist hier eher falsch. Für alle anderen, die Fan von solchen Geschichten sind, ist das Buch genau das richtige.
Mir hat das Buch absolut gefallen und es war glücklicherweise genau das, was ich erwartet habe. Das Buch ist übrigens meiner Meinung nach auch für Leute, die gerne mal in die Richtung historische Bücher reinschnuppern möchten, sehr gut geeignet: die historischen Fakten werden nur nebenbei erwähnt, die Geschichte liest sich toll und an Drama fehlt es dem Buch auch nicht.
Von mir also eine klare Leseempfehlung!

Meine Bewertung

4 von 4 Sternen

Rezension: Smoke von Dan Vyleta

Smoke – Dan Vyleta
Broschiert, 612 Seiten
erschienen im Carls‘ Books Verlag

Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Die Handlung

Wir befinden uns in England, Ende des 19. Jahrhunderts. Thomas, ein junger Schüler, befreundet sich auf seinem Internat mit dem charmanten, gutmütigen Charlie. Aber Thomas hat ein Geheimnis – denn in ihm steckt das Böse. Das Besondere in dieser Welt: Jeder schlechte Gedanke, jede Sünde und jede Lüge zeigt sich der Welt sofort, da derjenige, der ihn denkt, sie begeht oder tätigt, sichtbaren Rauch ausstößt. Auf dem Internat sollen die Jungen als heranwachsende Gentlemen lernen, ihren Rauch zu beherrschen und sich so von den Bauern und Armen dieser Welt absetzen, die unkontrolliert jederzeit rauchen können. Hierzu werden sie einem strengen Regime aus Lehrern und Mitschülern unterworfen und müssen große Strafen erleiden, wenn sie trotzdem rauchen.

Bei einem Ausflug in das rauchverpestete London offenbaren sich den zwei Jungen zwei merkwürdige Begebenheiten. Charlie sieht einen Menschen, der überhaupt nicht raucht, während Thomas bei einer Hinrichtung einen Menschen beobachtet, der der frisch gestorbenen Leiche Ruß vom Körper kratzt und damit verschwindet. Die Jungen begeben sich auf eine Suche nach den Gesetzen des Rauches und geraten immer mehr in die Fänge und Fragen nach Gut und Böse.

Meine Meinung

Smoke ist ein sehr düsteres Buch, das einen immer wieder darüber nachdenken lässt, was als Gut und was als Böse gilt. Wir haben zwei unheimlich interessante Charaktere, die aufeinander treffen und Freundschaft schließen. Den dunklen, düsteren Thomas auf der einen Seite, der immer wieder unkontrolliert zu rauchen beginnt und der festen Überzeugung ist, dass in ihm das Böse wohnt. Auf der anderen Seite den strahlenden, charmanten, gutmütigen und liebenswerten Charlie. Er kann sich besser beherrschen und raucht auch sehr viel seltener als Thomas.

Diese zwei Jungen treffen aufeinander und schließen eine tiefe Freundschaft, die man sofort spürt und einfach hinnimmt.

Gleich zu Beginn bekommen wir einen Eindruck davon, was es heißt, in einer solchen Welt aufzuwachsen. Ein Mitschüler, der reinste von allen, den man so gut wie nie rauchen sieht, peinigt seine anderen Mitschüler, versucht sie zum Rauchen zu bringen und ihre Sünden aufzuzeigen. Raucht ein Mensch, manifestiert sich dies durch Ruß in seiner Kleidung. Die Kleidung der Jungen auf dem Internat, die kontrolliert herausgegeben wird, wird immer wieder untersucht und bei wem sich Rußspuren finden, muss sich auf eine Bestrafung gefasst machen.

Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt und jeder Abschnitt spielt an einem anderen Ort. Wir bleiben also nicht lange im Internat, sondern machen viele Ortswechsel durch. Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Ab und zu sprechen mehr oder minder unbeteiligte Personen in der Ich-Form von ihren Erlebnissen. So erleben wir auch ab und zu die Sicht von Thomas oder Charlie. Das wirkt auf den ersten Blick etwas verwirrend, man merkt aber schnell, das die jeweilige Überschrift der Kapitel gleich verrät, aus welcher Sicht man nun was wo liest.

Unsere beiden Jungen machen einen Ausflug nach London, der dreckigsten und heruntergekommensten Stadt, die man sich vorstellen kann. Und hier erleben sie merkwürdige Dinge, die sie weiterforschen und weiterfragen lassen. Als beide kurz darauf zu einer entfernten Verwandten von Thomas eingeladen werden, bietet sich für sie eine weitere Möglichkeit, hinter die Geheimnisse rund um den Rauch zu kommen. Einige Dinge sind ein klein wenig vorhersehbar, sie überraschen dennoch und fügen sich gut in die Geschichte ein.

Bei der Verwandten lernen wir eine weitere wichtige Person kennen, die die Jungen von da an begleitet: Livia, die Tochter aus gutem Hause. Livia’s Ansichten bringen den Leser dazu, selbst darüber nachzudenken, ob er den Rauch nun schlecht oder gut findet. Und auch Livia selbst gerät immer wieder in einen Konflikt mit sich selbst.

Die Charakterentwicklung hat mir wahnsinnig gut gefallen. Insbesondere der Kontrast zwischen Charlie und Thomas, der innerliche Konflikt von Livia und auch eine weitere Person, die immer mehr und mehr die Rolle des Bösen einnimmt, waren glaubwürdig und überzeugend. Wir merken schnell, das verschiedene Personengruppen verschiedene Zwecke verfolgen und man weiß nicht so recht, für wen man sein soll und was man letztendlich gut findet.

Gegen Ende wurde es wirklich spannend, wobei ich kurz vor Ende auch die Motive von bestimmten Personen ein wenig hinterfragt habe. Mir hat sich das jeweilige Motiv nicht so ganz erschlossen, sodass ich kurz geneigt war, dem Buch einen halben Stern abzuziehen.

Das Ende jedoch hat es doch wieder herausgerissen. Es war kein gutes Ende, aber auch kein schlechtes. Es war auf keinen Fall ein 0815-Ende und genau das hat mir imponiert. Ein anderes Ende hätte das Buch schnell zu einer Standard-Erzählung machen können. So aber war es einfach nur grandios, überraschend und absolut passend.

Die Idee hinter dem Buch ist großartig, die Umsetzung gelungen! Mich hat das Buch gefesselt und begeistern können. Absolute Leseempfehlung von meiner Seite.

Meine Bewertung

5 von 5 Sterne

Rezension: Die Dunkelmagierin von Arthur Philipp


Die Dunkelmagierin – Arthur Philipp
Broschiert, 576 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag

Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Die Handlung

Die junge Feja macht sich auf die Suche nach ihrem Vater, der vor langer Zeit auf einem Schiff angeheuert hat und seitdem nicht mehr zurück gekommen ist. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt ist, dass sie über magische Kräfte verfügt. Sie trifft durch Zufall auf einen Magier des grauen Ordens, einen Dunkelmagier, der ihr Potential erkennt und sie mit auf die Graufeste, dem Sitz der Graumagier, nimmt.

Dort beginnt sie zusammen mit weiteren Mitschülern den Umgang mit der Magie zu lernen. Einige ihrer Mitschüler machen ihr das Leben auf der Graufeste jedoch schwer und sie muss sich behaupten.

Gleichzeitig tobt innerhalb des grauen Ordens ein Machtkampf, bei dem einige der Mitglieder versuchen, den Orden zu seiner alten – aber gleichzeitig auch sehr grausamen – Stärke aus alten Zeiten zurück zu führen und insbesondere die Feuermagier aus ihrer Machtposition zu verdrängen. Feja wird zum Spielball der verschiedenen Mächte und muss sich für eine Seite entscheiden..

Meine Meinung

Der Autor, Arthur Philipp, ist ein Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Autors und leider weiß ich bislang nicht, wer sich dahinter verbirgt.

Das Buch klang unheimlich verheißungsvoll. Dunkle Kräfte, die im Lande wirken, eine Schule, auf der Magie gelehrt wird, ein junges Mädchen, dass große Magie in sich trägt – klingt nach einem tollen Fantasy-Roman. Leider muss ich direkt sagen, dass mir die Umsetzung nicht ganz so gut gefallen hat.

Wir werden gleich zu Beginn in eine Welt geworfen, in der es in alten Zeiten zu Kriegen und zu einer Ausbeutung des Landes gekommen ist. Das versteht man auch einigermaßen.

Dann geht es mit unserer richtigen Geschichte los, in der Feja gleich zu Beginn einen Frosch-Tempel besucht, dessen Sinn sich mir bis heute nicht erschlossen hat. Wir werden mit Namen, Städten, Geschichten und Charakteren bombadiert und haben kaum Zeit, um das Geschehen sacken zu lassen und zu verschnaufen. Für mich war das Buch durchweg sehr verwirrend. Nicht einmal bei der Hälfte des Buches konnte ich die verschiedenen Personen wirklich auseinander halten. Das lag zum einen daran, dass jede zweite Person „Bruder …“ oder „Meister …“ hieß und unglaublich komplizierte und teilweise auch ähnlich klingende Namen gewählt wurden – zum anderen daran, dass einfach so viele verschiedene Personen auf einmal eingeführt wurden. Dass jede Person eine andere Funktion hatte und mal mit der Funktion, mal mit dem Namen benannt wurde, hat auch nicht geholfen. Zwar gibt es im „Buchumschlag“ eine kleine Legende, die die wichtigsten Personen aufführt – aber auch das hat mir nicht geholfen.

Erst gegen Ende habe ich gemerkt, wer hier überhaupt die Strippen zieht und welche Ziele verfolgt. Das Buch war damit durchweg verwirrend. Ein paar weniger Personen oder eine längere Einführung der einzelnen Personen hätten dem Buch sicherlich gut getan. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass der Autor gleich zu Beginn eine Spannung und mysteriöse Handlungen aufbauen und einführen wollte – dies aber zu Lasten der Verständlichkeit ging.

Zur Hauptperson lässt sich leider herzlich wenig sagen. Ich könnte Feja’s Charakter nicht wirklich beschreiben, obwohl ich fast 600 Seiten mit ihr verbracht habe. Sie ist nicht besonders mutig, aber auch nicht ängstlich. Sie ist nicht besonders symathisch, aber auch nicht unsympathisch. Und so weiter. Das einzige, was ich über sie mitbekommen habe und was hängen geblieben ist, ist ihre Neugierde, die sie in die eine oder andere bedrohliche Situation manövriert hat.

Sie durchlebt die Abenteuer dieser Geschichte und kommt das eine oder andere Mal in gefährliche Situationen und ich hatte das Gefühl, sie durchlebt sie einfach. Wir haben einfach nur an der Oberfläche gekratzt und wirklich tiefe Gedankengänge habe ich bei ihr einfach vermisst. Diese Oberflächlichkeit der Charaktere zieht sich ein wenig durch das ganze Buch: Während den Bösewichten viel Zeit gewidmet wurde und auch die verschiedenen Geschehen in dem Land sehr komplex dargestellt wurden, habe ich kaum Einblick in die Persönlichkeiten der meisten Personen bekommen. Bruder Span, Nerius oder die weiteren Mitschüler von Feja sind dabei nur Beispiele. Ich hätte mir hier deutlich mehr Tiefgang gewünscht.

Unterstrichen wird das ganze durch die beschriebene Freundschaft zwischen Feja und Nerius. Nerius ist ein junger Streber, ein Alleswisser und mir war sofort klar, dass er wohl ein guter Freund von Feja werden wird, denn sein „Typ“ wird in Büchern eben gerne als  guter Freund dargestellt. Die beiden verbringen einige Lernstunden miteinander – und schon sind sie Freunde. Die Entwicklung der Freundschaft habe ich persönlich gar nicht mitbekommen und irgendwie ging mir das alles zu schnell. Der Autor hat sich hier meiner Meinung nach auf dem Typ „Nerius“ ausgeruht und auf der Tatsache, dass solche Typen eben oft beste Freunde der Hauptperson werden. Ich hoffe, der Gedankengang ist einigermaßen verständlich.

Neben all den negativen Punkten, insbesondere der Verwirrung, die das Buch für mich leider überschattet hat, gab es aber natürlich einige tolle Elemente.

Die Welt ist unglaublich komplex. Wir haben verschiedene Magier-Orden, die eine unterschiedliche Geschichte haben, die immer wieder durch die Seiten dringt. Die Handlung selbst ist ebenfalls sehr komplex, wir haben nicht nur die typisch „Guten“ und die typisch „Schlechten“, sondern eine weitere Partei, die ebenfalls mitmischt. Auch wenn es der Verständlichkeit nicht gut getan hat, haben wir dennoch viele unterschiedliche Charaktere innerhalb des Ordens, die alle sehr geheimnisvoll sind und ihr eigenes Süppchen kochen möchte – das war unheimlich glaubwürdig.

Außerdem verüben einige Charaktere gewisse Handlungen, die erst im Nachhinein Sinn ergeben und auf ein großes Finale zugesteuert haben. Das Finale selbst ist in meinen Augen etwas unspektakulär und kurz geraten, aber gut.

Ich bin auch der festen Überzeugung, dass ich den nächsten Band – dieser hier ist erst der erste – deutlich mehr genießen kann, da ich die Personen dann schon kenne und vielleicht direkt in die verschiedenen Handlungen einsteigen und diese besser wahrnehmen kann. Für die Geschichte an sich gibt es auf jeden Fall Pluspunkte, die Umsetzung ist in meinen Augen aber leider nicht gelungen. Für den nächsten Teil wünsche ich mir nicht unbedingt einen neuen Schwall an neuen Charakteren, dafür aber bitte ein größeres Augenmerk auf die Persönlichkeiten und Gefühle der vorhandenen Leute.

Zuletzt ist dem Buch zugute zu halten,  dass ich – auch wenn ich relativ lange für das Buch gebraucht habe – immer wieder gern danach gegriffen habe. Ich werde auf jeden Fall zum zweiten Band greifen, um zu schauen, ob ich damit dann besser zurecht komme, wenn mir die Personen schon vertraut sind.

Meine Bewertung

3 von 5 Sterne

Rezension: Der Rat der Neun von Veronica Roth

Der Rat der Neun – Veronica Roth
Hörbuch, vollständige Leseung, 16 Stunden, 4 Minuten
erschienen im Hörverlag

Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Die Handlung

Wir befinden uns in einer Galaxie mit verschiedenen Planeten, die von verschiedenen Völkern bewohnt werden. Auf einem der Planeten, Thuve, leben jedoch zwei unterschiedliche Völker: Das friedlebenden Volk von Thuve und die grausamen Shotet, beide nur getrennt durch das Federgras. Cyra gehört den Shotet an und ist die Schwester des tyrannischen Herrschers Ryzek. Akos dagegen lebt mit seiner Familie auf der anderen Seite des Federgrases.

In dieser Welt hat jeder Mensch eine „Gabe“, die ihm gewisse Fähigkeiten verleiht. Die „Gabe“ von Cyra ist jedoch fürchterlich. Durch sie verspürt sie ununterbrochen einen schrecklichen Schmerz, den sie bei einer Berührung eines anderen Menschen auch auf diesen übertragen kann. Ihr herschsüchter Bruder Ryzek benutzt sie daher als Foltermethode seiner Feinde.

Gleichzeitig gibt es in dieser Welt einer weitere Besonderheit: einige wenige auserwählte Menschen haben neben einer Gabe auch ein Schicksal – ihnen ist ihre Zukunft damit vorherbestimmt. Aufgrund seines eigenen Schicksals befielt Ryzek daher einen Übergriff auf Akos Familie und entführt Akos und seinen Bruder Eijeh. In der Gefangenschaft trifft Akos dabei auf Cyra und bemerkt schnell, dass er eine Gabe hat, die Cyra’s Gabe beeinflussen kann. Cyra und Akos müssen sich dann entscheiden, ob sie sich gegenseitig helfen oder zerstören wollen.

Meine Meinung

Puh. Wo fange ich nur an? Ich denke, es ist sehr sehr wichtig, gleich zu Anfang eines zu erwähnen: Das Buch hat – insbesondere im englischsprachigen Bereich – hohe Wellen geschlagen, da nach dem Eröffnungstermin Stimmen laut wurden, die insbesondere zwei Sachen in dem Buch sehr stark kritisiert haben.

Ich bin auf diese Aspekte erst gegen Ende des Hörens durch Zufall gestoßen und ohne die Diskussion wären sie mir teilweise – vermutlich – nicht weiter aufgefallen. Meine Bewertung, die ihr am Ende findet, habe ich daher unbeeinflusst von diesen Diskussionen getroffen, da ich nicht genau weiß, wie ich das Buch sonst bewerten soll.

Zum einen wird bemängelt, dass das Buch rassistisch sein soll – insbesondere Menschen mit dunkler Hautfarbe, die dem Volk der Shotet angehören, werden als grausam und gewalttätig beschrieben. Zwar besteht laut einer Aussage von Veronica Roth selbst das Volk der Shotet aus Menschen mit gemischten Hautfarben, dennoch ist dieser Aspekt vielen aufgefallen und viele haben sich hierduch verletzt gefühlt. Die Kritik geht dabei auch auf die Sprache der Shotet oder Cyra’s Haare ein. Ich muss hierzu sagen, dass mir dieser Aspekt nicht direkt aufgefallen ist – was aber vermutlich daran liegt, dass ich vielleicht nicht die alleraufmerksamste Hörerin bin und die Kritik vor dem Lesen des Buches nicht kannte und daher auch nicht sonderlich darauf geachtet habe.

Ein weiterer Punkt, der mir sehr wohl aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass der ständige Schmerz von Cyra als „Gabe“ beschrieben wird. Zudem haben wir relativ am Anfang eine Stelle, in der ein konsultierter Arzt uns als Leser erklärt, dass der Schmerz etwas ist, das Cyra im Prinzip selbst verursacht. Erst wenn sie sich ändert, wird auch der Schmerz vergehen. Es wird so dargestellt, als ob sie davon ausginge, als würde sie den Schmerz verdienen. Das finde ich höchst problematisch und auch andere sind hierüber entsetzt. Ich habe u.A. bei Goodreads und Twitter Meinungen von Leuten gelesen, die selbst unter chronischen Schmerzen leiden und dies nie nie niemals als Gabe bezeichnen würden und hierüber nahezu entsetzt waren. Bestärkt wurde das Ganze wohl noch durch ein Interview von Veronica Roth, in der sie bestätigt haben soll, dass chronischer Schmerz tatsächlich eine Gabe sein kann.

Insbesondere der Aspekt, dass Cyra denkt, sie verdiene den Schmerz und werde ihn erst los, wenn sie sich ändert, finde ich sehr problematisch. Das vermittelt in meinen Augen ein gefährliches Bild.

Inwieweit die Kritik letztendlich berechtigt ist, möchte ich hier gar nicht beurteilen. Fest steht für mich nur, dass es viele Menschen sehr verletzt hat und ich der Meinung bin, dass man das beim Lesen des Buches unbedingt im Hinterkopf behalten sollte und dann selbst entscheiden kann, inwieweit man der Kritik zustimmt oder aber auch nicht.

So. Unabhängig davon:

Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei ich das Gefühl hatte, dass die Erzählungen aus Cyras Sicht deutlich von der Menge her überwiegen. Die eine Sicht ist die Sicht von Cyra, die in der Ich-Perspektive geschrieben ist.

Die andere Sicht ist die Sicht von Akos. Beide Sprecher haben mir sehr gut gefallen. Sie haben super zu den beiden Charakteren gepasst – insbesondere hat der Sprecher von Akos eine wunderbar ruhige, angenehme Stimme, während die Sprecherin von Cyra an den passenden Stellen sehr kalt klingt. Das funktioniert super mit der Person Cyra an sich. Cyra war mir nicht unsympathisch, eine typische 0815-Protagonistin war sie aber anfangs zumindest auch nicht. Cyra beschreibt die Grausamkeiten ihres Vaters und auch die ihres Bruders mit einer Gelassenheit, die zu dem passt, was ihr in ihrem Leben bislang wiederfahren ist.

Leider hat sie sich gegen Ende immer mehr zu einer Person entwickelt, die der typischen Heldin einer Dystopie beispielsweise sehr ähnelt. Die Charakterentwicklung ist aber trotzdem gut gelungen und ich persönlich habe ihr die Entwicklung auch abgenommen. An einer Stelle gegen Ende passiert etwas mit Cyra, was sie meines Erachtens zu etwas sehr Außergewöhnlichem hätte machen können, da es sie verändert. Kurze Zeit später hat die Autorin Cyra dann aber wieder „erlöst“, was ich persönlich menschlich gesehen zwar verstehen konnte, für die Entwicklung von Cyra selbst aber schade fand. Ein bisschen mehr Mut hätte der Autorin nicht geschadet – ich hätte Cyra auch ohne die zweite Entwicklung noch genauso gern gehabt.

Zu Akos bleibt nicht viel zu sagen. Auch wenn er eher einem typischen Hauptprotagonisten entspricht, ist er sehr sympathisch, aufopferend und loyal. Ein Charakter, den man gern haben muss!

Kommen wir zu einem weiteren Charakter, mit dessen Beurteilung ich auch nicht so ganz einverstanden bin. Ryzek, der tyrannische Bruder von Cyra, wird schon früh von seinem Vater in eine Rolle hineingedrängt und grausam behandelt – was in meinen Augen zu einer absolut verständlichen Reaktion führt. Trotzdem wird er als grausamer Mensch dargestellt. Dabei ist Ryzek eigentlich gar nicht der grausame Mensch hier. Er tötet zwar und möchte sich selbst an der Macht erhalten, jedes Mal aber wenn er einer Person Schmerzen zufügen oder sie sogar töten muss, fühlt er sich fürchterlich und muss Beruhigungstees zu sich nehmen. Genau dafür schaut Cyra auf ihn herab und sieht in als Schwächling an. Ähm. Hallo?!

Natürlich wird Ryzek sonst sehr sehr unsympathisch dargestellt, sodass man ihn praktisch gar nicht mögen kann – aber so einen Charakterzug als Schwäche darzustellen? Ich weiß nicht. Das ging mir irgendwie gegen den Strich.

Kommen wir dann noch zu der Handlung. Das Hörbuch war eine ungekürzte Lesung und hatte dementsprechend gut 16 Stunden Hörmaterial zur Verfügung. Das Buch hätte man dabei locker auf die Hälfte kürzen können. In der ersten Hälfte passiert wirklich nur sehr sehr wenig – und an dieser Hälfte habe ich auch die meiste Zeit verbracht. Ab einem gewissen Punkt ändert sich das und die Handlung schreitet schnell voran. Bis es soweit ist, muss man aber ein gutes Durchhaltevermögen beweisen.

Mir persönlich ging es zwar so, dass ich die vielen Längen und Pausen und Zwischenschritte gar nicht so schlimm fand – sie haben gleichzeitig deutlich zum „World-Building“ beigetragen (was zugegeben wirklich großartig gelungen ist), aber ich wusste lange Zeit nicht, worauf die Geschichte hinaus will. Kaum ging es im Buch etwas voran, wurde die Handlung schon wieder ausgebremst. Sehr schade in meinen Augen, da dadurch deutlich Spannung verloren gegangen ist.

Die Geschichte ist zu Anfang auch super verwirrend. Ich habe viele Kapitel lang noch fast gar nichts verstanden. Das lag zum einen an der Komplexität der Welt – bis ich verstanden habe, wer ein Schicksal und wer eine Gabe hat & was genau die beiden miteinander zu tun haben oder auch nicht, hat es wirklich eine schöne Zeit lang gedauert.

Zudem wird man gleich zu Anfang mit so vielen neuen Namen bombadiert, dass man sich unmöglich gleich alle merken kann. Ich bin mir nicht sicher, ob das ggf. im Buch anders gewesen wäre – ein Vorteil des Hörbuches war sicher, dass ich so gleich die richtige Aussprache der jeweiligen Namen und Bezeichnungen mitbekommen habe. Wenn es euch ähnlich gehen sollte, kann ich euch beruhigen, dass es besser wird und man irgendwann den Dreh raus hat – bis dahin dauert es aber eine Weile.

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich das Ende des ersten Teils. Während in der ersten Hälfte des Buches der Fokus auf ganz anderen Dingen lag – und sich zum Beispiel die  Beziehung zwischen Cyra und Akos auf eine ganz wunderbare, nachvollziehbare Art und Weise entwickelt hat – hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte gegen Ende immer „liebesbetonter“ wurde. Das hätte das Buch gar nicht nötig gehabt.

Insgesamt kann ich also festhalten, dass das Buch durchaus tolle Momente und Ideen hatte, mir aber in einigen Dingen aber absolut gar nicht gepasst hat. Man benötigt ordentlich Durchhaltevermögen, bis sich dann endlich mal der Handlungsstrang offenbart. Aus diesem Grund gibt es von mir für den ersten Teil „Gezeichnet“ 3 Sterne, auch wenn ich voraussichtlich auch den nächsten Band lesen/hören möchte – nicht zuletzt um zu sehen, wie die Autorin auf die lautgewordene Kritik ggf. reagiert.

Meine Bewertung

 

3 von 5 Sterne

Rezension: Das dunkle Herz des Waldes von Naomi Novik

Das dunkle Herz des Waldes – Naomi Novik
Hardcover, 576 Seiten
erschienen im cbj Verlag

Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Die Handlung

Agnieszka lebt in einem ruhigen Dorf, dass direkt neben einem dunklen Wald liegt. Von diesem Wald geht eine Gefahr aus, denn der Wald ist böse und versucht immer wieder, die Menschen, die um ihn herum leben zu töten und ihre Herzen zu vergiften, um sich weiter auszubreiten.

Zum Schutz der umliegenden Dörfer lebt ein Zauberer, den alle nur den „Drachen“ nennen, in einem alten Turm am Wald. Alle zehn Jahre holt er eines der Mädchen aus den umliegenden Dörfern zu sich und behält sie dort. Agnieszka weiß, dass er dieses Mal ihre beste Freundin Kasia zu sich holen wird, denn Kasia ist anmutig, schön, charmant, gelehrt und begabt. Am Tag der Wahl wählt der Drache jedoch nicht Kasia, sondern Agnieszka. Agnieszka muss den Drachen in seinen Turm begleiten und findet dort schnell heraus, dass auch sie magische Kräfte besitzt.

Diese sind auch bitter notwendig, denn abermals holt der Wald zu einem neuen Schlag aus und versucht dieses Mal, das komplette Land, in dem Agnieszka lebt, für sich zu vereinnahmen. Und so muss Agnieszka ihre Kräfte bündeln, Intrigen des Waldes erkennen und versuchen, ihn zu vernichten.

Meine Meinung

Ich muss zugeben, dass ich zunächst dachte, dass es sich bei der Geschichte um eine handelt, die sich komplett nur um Agnieszka und den Drachen drehen wird. Denn allein vom Klappentext erfährt man fast gar nichts über das eigentliche Geschehen des Buches. Die Wahl – und damit der komplette Inhalt des Klappentextes – passieren bereits auf den ersten 30 Seiten.

Umso überraschter war ich dann, als ich gemerkt habe, dass es hier um etwas ganz anderes geht. Der Wald – der sonst in Fantasy-Büchern oft eine sehr positive und ruhige Kraft ist – ist hier auf einmal wütend, grausam, unheimlich und gefährlich. Einige Male begleiten wir Agnieszka auf ihren Wegen durch den Wald und jedes Mal passieren grausame Dinge, die die Autorin auf schonungslose Art und Weise beschreibt und darstellt. Das Buch ist damit an einigen Stellen nichts für schwache Nerven – was aber gleichzeitig für mich persönlich sehr positiv war. An einigen Stellen war das Buch übrigens so unglaublich unheimlich, dass es einen richtig gefesselt hat.

Was mich sehr beeindruckt hat, war die Tatsache, dass es eben anders als der erste Eindruck es vermitteln mag, nicht nur um die Beziehung zwischen Agnieszka und den Drachen geht.  Kasia zum Beispiel, eine Person, die in vielen anderen Büchern dieser Art sicherlich nur eine nette Begleitperson abgegeben hätte für den Anfang und dann nicht mehr erwähnt worden wäre, nimmt eine große Rolle in diesem Buch ein und die Freundschaft zwischen den Mädchen hört keinesfalls nach der Wahl auf. Kasia wird zu einem unglaublich interessanten Charakter, den man fast noch mehr mag als unsere Hauptprotagonistin. Ich hätte sogar gerne noch mehr von ihr erfahren, aber auch so reicht es aus, dass ich sagen kann, dass auch auf die weiteren Charaktere ausreichend Augenmerk gelegt wurde.

Agnieszka ist eine Person, die man ebenfalls schnell mag. Sie entspricht zwar grundsätzlich dem Bild einer typischen Hauptperson (tollpatschig, nicht allzu schön – aber auf ihre Art und Weise dann irgendwie doch, gutmütig, aufopferungsvoll) aber das ist gar nicht so schlimm. Allein die Beziehung zwischen ihr und dem Drachen, der deutlich deutlich älter ist als sie – auch wenn man es ihm nicht ansieht – fand ich anfangs etwas merkwürdig. Aber durch die Magie, die beide verbindet, haben sie letztendlich einen ähnlichen Lebensweg vor sich, sodass ich da schnell drüber hinweg gekommen bin.

Die Magie in diesem Buch ist unheimlich interessant und komplex gestaltet. Sie funktioniert mit Sprache und Gesang und ich musste anfangs ordentlich aufpassen, um genau mitzubekommen, was Agnieszka zum Beispiel nun anders macht, als der Drache. Die Magie führt aber zu wundervollen und auch sehr grausamen Momenten und genau das hat diesem Buch etwas Besonderes verliehen.

Häufig geht es mir so, dass ich das Finale in Büchern oft zu unspektakulär finde – hier war das nicht der Fall. Wir erleben eine Schlacht, die so ausdrucksstark beschrieben ist, dass man das Gefühl hatte, sie passiert direkt vor den eigenen Augen. Das Buch hat mich an sich gefesselt und ich musste unbedingt weiter lesen, um zu erfahren, wie es ausgehen wird.

Das Buch hat in meinen Augen alles, was ein großartiges Fantasy Buch haben muss: eine sympathische Hauptprotagonistin, interessante und umfangreiche Nebencharaktere, eine eigene Magie, einen Bösewicht, der dieses Mal in Gestalt des grauenvollen Waldes auftritt und ein grandioses Finale. Hut ab!

Ich habe bereits im Januar mein erstes Jahres-Highlight gelesen, denn ich bin überzeugt, dass es unter den Top 10 Büchern des Jahres 2017 bei mir landen wird. Eine absolute Leseempfehlung für Fantasy-Fans, dieses Buch muss man gelesen haben!

Meine Bewertung

5 von 5 Sterne